Eurovision Song Contest
2017
Forum Kiew
Schweden 1960
Platz 10
Siw Malmkvist
"Alla andra får varann"
 
 Eurovision Song Contest 
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  Ergebnis   Teilnehmer
 

OGAE - Termine
Regionaltreffen Berlin 06.01.2018
OGAE Clubtreffen München 20.01.2018

ESC 2018 - Termine
 HF1 Albanien 21.12.
 HF2 Albanien 22.12.
 VE Albanien 23.12.
 VR1 Ungarn 20.01.
 VR2 Ungarn 27.01.
 VR1 Schweden 03.02.
 VE Malta 03.02.
 VR3 Ungarn 03.02.
 VE Schweiz 04.02.
 VR1 Sanremo 06.02.
 VR2 Sanremo 07.02.
 VR3 Sanremo 08.02.
 VR4 Sanremo 09.02.
 Finale Sanremo 10.02.
 HF1 Island 10.02.
 VR2 Schweden 10.02.
 HF1 Estland 10.02.
 HF1 Ukraine 10.02.
 VE Dänemark 10.02.
 HF1 Ungarn 10.02.
 VE Rumänien 11.02.
 HF2 Ungarn 17.02.
 VR3 Schweden 17.02.
 HF2 Ukraine 17.02.
 HF2 Estland 17.02.
 HF2 Island 17.02.
 VR4 Schweden 24.02.
 VE Ungarn 24.02.
 VE Ukraine 24.02.
 VR5 Schweden 03.03.
 VE Estland 03.03.
 VE Island 03.03.
 VE Finnland 03.03.
 VE Portugal 04.03.
 VE Schweden 10.03.





Im Forum Kiew berichten einige OGAE Mitglieder von ihren Eindrücken vor Ort aus Kiew.


Alle Videos findet ihr auch im Video-Blog Kiew


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04.05.2017      Franks Nachtgedanken Kiew 2017, 4. Mai


eingestellt von: Frank Albers

04.05.2017      Tschechische Eleganz

Marina Barta aus Tschechien entpuppte sich heute auf ihrer Pressekonferenz einmal mehr als sehr eloquent. Sie erzählte von ihren musikalischen Favoriten - neben David Bowie und Prince ganz viele Jazz-Größen wie Chet Baker und Frank Sinatra - und natürlich von ihrem Lied. Sie ist ein bisschen betrübt über die vielen Egozentriker in unserer heutigen Zeit. Man müsse viel häufiger für einander da sein und seinen Mitmenschen öfter mal was Gutes tun. Die Probe verlief unproblematisch und sicher, bis auf die Tatsache, dass es am Anfang ein Problem mit dem Halbplayback gab und neu angesetzt werden musste. In ihrer Verloreneit auf der großen Bühne wirkt sie im Zusammenspiel mit dem aus dem Videoclip stammenden Media-Content sehr elegant. Die Chancen stehen gut für das tschechische Fernsehen, ein zweites Mal ins Finale zu kommen.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: Sigi Doppler

04.05.2017      Der isländische Song wird auch durch die Plateausohlen nicht größer

Papier ist geduldig - aber Islands „Paper“ stellt einen auf eine harte Geduldsprobe. Die Inszenierung bleibt düster, zwar mit großartigem Farbenspiel und daran ändert auch das blütenweiße Outfit von Svala nichts.

In der anschließenden Pressekonferenz erzählt sie von ihrer besonderen Verbindung mit der Stadt Los Angeles, wo sie übrigens auch ihre Bühnengarderobe entwerfen ließ. 22 Jahre vorher stand ihr Vater Bo Halldórsson auf der ESC Bühne, von ihm hat sie wertvolle Tipps erhalten. Ihre äußerst positive Ausstrahlung ist in einem Autounfall begründet, der sie und ihren Mann 2008 fast das Leben gekostet hat. Seitdem lebe sie weder in der Zukunft noch in der Vergangenheit, sondern nur im jetzt und nutzt jede Stunde des Tages aus, um kreativ zu sein. 

eingestellt von: Biggi Müller
© Foto: Sigi Doppler

04.05.2017      Moldau: zweimal drei

Moldawien stellt in diesem Ersten Halbfinale einen funky musikalischen Ausreißer dar. Das Finale sollte für das kleine Land nach drei Jahren Endstation Halbfinale diesmal wieder ein realistischer Ausblick sein. Bei einer der drei Bräute blieb verwandelte sich das Trickkleid einmal nicht von schwarz in weiß, aber das wird im Halbfinale sicher nicht wieder passieren.

Veränderungen zur ersten Probe wurden nicht vorgenommen, die Jungs meinten aber, dass es einfach besser lief. Sie hatten sich jetzt wieder an so eine große Bühne gewohnt; 2010 ist ja schon wieder ein paar Jahre her. Zu ihrer ersten Teilnahme gibt es gefühlt keine Unterschiede. Zwar fehlt Olia Tira, aber dafür hätten sie jetzt sogar drei wundervolle Sängerinnen dabei. Diese hatten im Gegensatz zu den Jungs auch schon Zeit für eine Stadtbesichtigung (Einkaufen).

An eine Solokarriere denkt keiner der Drei. Sie sind nun über sechs Jahre eine Gruppe und eng befreundet. Mitunter kommen sie sich verheiratet vor. Ihr Markenzeichen, die außergewöhnliche Verbindung von klassischer Violine und jazzigem Saxophon benutzen sie, weil es eben außergewöhnlich ist. Die Energie für ihre Auftritte gewinnen sie dabei von einem begeisterten Publikum. Es ist also ein großes Energiegeben- und nehmen. Auf die Frage, was das beste Lied des Jahres sei, konnten sie keine direkte Antwort geben, weil das Geheimnis des Erfolges keiner kennt. Es kann an einer Melodie liegen oder an einer eingängigen Titelzeile. „I Can’t Go On“ ist für sie aber ein Ohrwurm. Zum Abschluss hatten die Männer mal den Mund zu halten und die Mädels bewiesen, dass sie wirklich gute Stimmen haben.

eingestellt von: Stefan Ball
© Foto: Stefan Ball

04.05.2017      Griechenland: Das Auf und Ab der Liebe auch bei der Inszenierung

Das ist ein künstlerisches Durcheinander auf der Bühne. Es beginnt mit einem Sternenhimmel, so wie auch die Liebe im richtigen Leben beginnt, erklärt Demy - da sind die Liebenden noch im siebten Himmel.  „This is Love“ erzählt von den Höhen und Tiefen der Liebe und das will man auch durch die verschiedensten Elemente der LED-Wände in Form und Farbe darstellen. Mal im siebten Himmel, mal im Regen stehend und zum Schluss im Wasser ertrinkend, wenn die Liebe gestorben ist. Was sich nach der Erklärung schlüssig  anhört, ist auf der Bühne ein Lichterwirrwarr. 

Demy hat in den letzten beiden Tagen hart an der Performance gearbeitet und keine Zeit gehabt, sich ein bisschen in Kiew umzusehen. Sie hofft, dass die Menschen in Europa das mögen, was sie vorbereitet hat, sagt sie.  Übrigens: Demys Lieblingssong in der ESC-Geschichte ist der griechische Beitrag von 1991, Sophia Vossou - Anixi.

 

eingestellt von: Biggi Müller
© Foto: Sigi Doppler

04.05.2017      Polens Kasia kämpft um Aufmerksamkeit

Der polnische Beitrag droht trotz Kasias sehr guter Stimme in diesem Jahr ein wenig unterzugehen. Die Pressekonferenz war nur schwach besucht, die Fragen spärlich und das generelle Interesse an Kasia Mos und ihrem Beitrag hält sich in überschaubaren Grenzen, mit Ausnahme der anwesenden polnischen Jounalisten und Fans.

Kasia wuchs auf mit klassicher Musik, an die sie von ihren Eltern herangeführt wurde. Erst relativ spät entdeckte sie Popmusik und ihre sich daraus ergebenen Leidschaft für die Musik, die sie heute singt und komponiert. Das Kleid für ihren Auftritt wurde von ihrer Mutter entworfen. Aus dem Kreis der diesjährigen Teilnehmer gefällt Kasia vor allem Portugal, Schweden, Albanien und Finnland.

Eine Besonderheit in ihrer Karriere stellte ihre Rolle in "Jesus Christ Superstar" dar, als die Rolle des Judas übernahm, die eigentlich von männlichen Sängern gesungen wird.



Auf der Bühne steht Kasia in ihren weißen Kleid auf einer dunkelblauen Bühne und wird von ihrem Bruder auf der Violine begleitet. Sie singt sehr gut aber der Funke mag nicht so recht überzuspringen. Die Kamerafahrten sind angenehm ruhig, aber die Inszenierung an sich ist recht langweilig.



 

eingestellt von: Frank Albers
© Foto: Sigi Doppler

04.05.2017      Belgien: Die City Lights strahlen schwach

Blanche ist immer noch nicht richtig angekommen. Daran ändert auch die großartige weiße Designer-Robe nichts, in der sie heute zum ersten Mal aufgetreten ist. Ängstlich und sehr unsicher präsentiert sie den hochgelobten belgischen Song, der bei den Buchmachern in den Top Ten gehandelt wird. In der Pressekonferenz zeigt sich Blanche, alias Ellie, selbstbewusster. Möglicherweise, weil sie dort nicht alleine auf dem Podium sitzt, sondern vom Komponisten von City Lights, Pierre Demoulin, und Leslie Cable, der Delegationsleiterin begleitet wird. Vielleicht hätte man ihr einfach für die Sicherheit die Backgroundsänger an die Seite gestellt, aber dafür ist es wohl jetzt zu spät sein. Pierre meine zur Performance, man sei auf dem richtigen Weg, was wohl soviel bedeutet, dass die Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft ist. Hoffentlich! Es wäre schade um einen tollen Song.

eingestellt von: Biggi Müller
© Foto: Sigi Doppler

04.05.2017      Portugal immer noch ohne Salvador

Wie angekündigt wurde Portugals Probe und Pressekonferenz heute erneut von Salvador Sobrals Schwester Luisa bestritten, die bei der Probe einen Anzug trug, der dem von Salvador nahe kommen soll. Salvador wird in dunkelblaues Licht und eine dunkle Waldlandschaft gehüllt nicht auf der Hauptbühne sondern auf dem kleinen Satteliten inmitten des Publikums stehen. Es wird keine große Lightshow geben, keine aufwändigen Videoprojektionen sondern nur die volle Konzentration der Kamera auf Salvador und seine Stimme.



In der Pressekonferenz berichtete Luisa, die das Lied auch geschrieben hat, noch einmal, dass es Salvador gut ginge, er aber nicht länger als eine Woche von seinem Ärzteteam in Portugal getrennt sein sollte (er leidet unter einer komplizierten Herzerkrankung) aber auf jeden Fall in der kommenden Woche nach Kiew kommen und die Generalproben und das Halbfinale bestreiten wird.

eingestellt von: Frank Albers
© Foto: Sigi Doppler

04.05.2017      Finnland ganz hinreißend

Leena und Lasse nennen sich „Norma John“ und bezaubern hier reihenweise die Anwesenden. Das taten sie auch während ihrer heutigen Probe, die einige technische Startschwierigkeiten hatte. Der Aufnahmeleiter fragte die Sängerin gar, ob sie derweil nicht noch einen anderen Song im petto hatte. Ein Scherzbold! Die Darbietung der beiden war wieder hinreißend. Möglicherweise kann man noch Feinheiten in der Bildregie verbessern - vor allem im ergreifenden Pianoteil. Im anschließenden Steigerungsteil des „Blackbird“-Songs erstrahlten Bühne und Halle in leuchtendem Rot. Die Idee zu diesem Lied sei Leena, so erzählte sie hernach, gekommen, als sie in ihrem Garten viele schwarzgefiederte Vögel sah und dieses Bild nicht mehr aus dem Kopf bekam. Ob der Song zu viel Traurigkeit ausstrahle, wurde gefragt. Lasse bestätigte, es sei zwar ein trauriger Song, doch - zumal das Leben voller unterschiedlicher Episoden sei - könne man schließlich erst beim Erleben von traurigen Gefühlen auch großes Glück empfinden. Und noch etwas outete den Finnen als gefühlsechten Musiker: Beim Anhören des portugiesischen Liedes müsse er jedesmal aus tiefem Herzen weinen, weil es ihm durch und durch ginge. Man kann aber vermuten, dass auch Leena mit ihrer goldigen Stimme die eine oder andere Träne bei Hörern und Zuschauern bewirken wird. Blackbirds do sing.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: Sigi Doppler

04.05.2017      Aserbaidschans Dihaj, das Pferd und die Kreidetafel

Großes Rätselraten provoziert weiterhin der Auftritt Aserbaidschans. Was will uns die Künstlerin damit sagen? Ein Mann mit Pferdekopf auf einer Leiter, dahinter eine schwarze Kiste, in der Sängerin Dihaj wie eine Schullehrerin mit Kreide diverse Dinge auf die Wände schreibt, die später auseinander klappen. Im Hintergrund ein weitformatiges Video mit Stadtperspektiven, die in Teilen an Berlin erinnern (der Fernsehturm ist zumindest sehr ähnlich), die dann irgendwann in eine wilde rotfarbene Autobahnraseieri münden.

"Skeletons" ist sicher der avandgardistischte Beitrag in diesem Jahr, aber bis der Zuschauer all diese Elemente gesehen, geordnet und vermutlich nicht verstanden hat, sind die drei Minuten des Liedes auch schon wieder vorbei und es bleiben große Fragezeichen, vor allem auch was das alles mit "Skeletons" zu tun hat.

In der Pressekonferenz berichtete Dihaj, dass sie in der Osturkraine geboren wurde und ihre Großmutter immer noch dort lebt, nicht weit von der Frontlinie des Krieges in der Ostukraine.

Und sie erklärte die Symbolik in ihrem Auftritt: Das Pferd epräsentiert das Böse und die verletzte Liebe, die Leiter symoblisiert ihre Distanz der Sängerin zum bösen Mann. Der Fall der Wände der Kiste ist die Befreiung von diesem Konflikt. Auf die Wände der Kiste schreibt Dihaj den Text des Liedes "Thorn".

eingestellt von: Frank Albers
© Foto: Sigi Doppler

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