Eurovision Song Contest
2016
Forum Stockholm
Griechenland 1990
Platz 19
Christos Callow
"Horis skopo"
 
 Eurovision Song Contest 
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OGAE - Termine
Grand Prix sur le Main, Frankfurt 26.10.2018

Termine
Eurovision Cruise 08.09.2018

ESC 2018 Finale PostTed:
1. Deutschland
2. Österreich
3. Frankreich
3. Israel
5. Zypern
Stand: 24.07. 18:25
Wertungen: 60
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Top5 ESC 2018 Predict:
1. Zypern
2. Israel
3. Frankreich
4. Deutschland
5. Tschechien
Stand: 12.05. 20:12
Wertungen: 37
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ESC 2018 1.Semi PostTED:
1. Österreich
2. Tschechien
3. Israel
4. Zypern
5. Irland
Stand: 05.07. 17:49
Wertungen: 61
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ESC 2018 2.Semi PostTED:
1. Moldawien
2. Australien
3. Dänemark
4. Schweden
5. Norwegen
Stand: 05.07. 17:51
Wertungen: 45
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ESC 2018 PreTED:
1. Frankreich
2. Israel
3. Tschechien
4. Australien
5. Deutschland
Stand: 12.05. 20:55
Wertungen: 155
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Im Forum Stockholm berichten einige OGAE Mitglieder von ihren Eindrücken vor Ort aus Stockholm.


Alle Videos findet ihr auch im Video-Blog Stockholm


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15.05.2016      Eurovision 2016: Franks Nachtgedanken nach dem Finale


eingestellt von: Karl Jakob
© Karl JAKOB

14.05.2016      Die ultimative Prognose zum ESC Finale 2016




Die ultimative Prognose zum ESC Finale von Reinhard, Klaus und Frank

eingestellt von: Karl Jakob
© Karl JAKOB

14.05.2016      Eurovision 2016: Ralph Siegel besucht das OGAE-Team im Pressezentrum


eingestellt von: Karl Jakob
© Karl JAKOB

14.05.2016      Lys Assia würde nochmal mitsingen

Lys Assias Auftritt bei einer Sonder-Pressekonferenz - Ehre wem Ehre gebührt - war ein herrliches Ereignis. Die speziellen Stuhlreihen, die für das "Meet & Greet" mit der allerersten Grand-Prix-Siegerin ("Refrain", 1956) aufgestellt wurden, waren komplett gefüllt. Fotografen drängten sich nach vorne, ein Handy würde unter den Tisch geschubst, um das Gespräch aufzuzeichnen - das Interesse an der 92-jährigen Grand Dame des Eurovision Song Contest war groß. Sie sei Gott dankbar, dass ihr Kopf noch bestens funktioniere, wenngleich sie aufgrund eines Unfalls derzeit nicht gut zu Fuß sei. Lys Assia bekannte einmal mehr ihre große Liebe zum Song Contest, lobte das große Spektakel mit Lichtern und Effekten und bedauerte jeden, der diese unschlagbare Fernsehshow von zu Hause aus schauen muss und nicht direkt in der Halle dabei sein kann. Das Wichtigste sei der familiäre Gedanke den Fangemeinschaft und die Freude, die man jedes Jahr aufs Neue beim ESC im Publikum verspüren könne. Ob sie mal wieder an einem Song Contest teilnehmen würde, fragte man sie im Ernst. Darauf entgegnete Lys: "Natürlich! Meine Stimme ist okay, also warum nicht?" Zuf Freude der Anwesenden stimmte sie dann sogar noch kurz ihr Siegerlied von vor 60 Jahren an. Sie machte einen sehr wachen, frischen und positiven Eindruck. Bewundernswert.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: Reinhard Ehret

14.05.2016      Letzte Probe ging gut über die Bühne

Heute startete um 13:06 Uhr die allerletzte Probe vor dem großen Finale. Wir schicken Euch deshalb nochmal die aktuellen Eindrücke der 26 Darbietungen, die gerne diese Sing-Europameisterschaft gewinnen möchten. Den ziemlich enervierender Einmarsch gilt es, zu Beginn der Show 8 Minuten lang zu ertragen. Bis der erste Beitrag beginnt, dauert es 12 Minuten. 

BELGIEN: Das Mädel bietet jedes Mal einen großartigen Auftritt voller Leidenschaft und Energie. Jeder Ton sitzt. Sie findet sich ganz offensichtlich mit den Bedingungen hier im Globen perfekt zurecht. 

TSCHECHIEN: Viele freuen sich mit der tschechischen Delegation, dass es mit dem Finaleinzug geklappt hat, ziert sich das tschechische Fernsehen doch häufig sehr, überhaupt am ESC teilzunehmen. Gabrielas Lied ist sicher weder das innovativste, noch das mitreißenste Lied des Abends, aber sie singt es mit Anmut und großer Sicherheit.

NIEDERLANDE: Die Zehnsekundenpause war einfach eine Schnapsidee, zumal der Wiedereinstieg in den netten Countrysong unperfekt klingt. Douwe selbst ist aber jedesmal großartig und wirkt sicher und fast schon routiniert. Er ließ auch heute keine Schwäche erkennen; sein Vortrag saß perfekt.

ASERBAIDSCHAN: Die Dame hat das Singen über Nacht halt leider noch nicht gelernt. Wie üblich lag sie von der ersten Strophe bis zum letzten Refrain tonlich immer deutlich daneben. Nahezu jeder hier vor Ort mutmaßt, dass der Finaleinzug nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann.

UNGARN: Vielleicht schonte er für heute Abend ein wenig seine kratzige Stimme, aber Freddie war sich nicht bei jeder Note sicher. Dennoch läuft seine Nummer sehr gut ab.

ITALIEN: Auch bei Francesca wackelte die Stimme am Anfang ein wenig. Das wird die Aufregung sein. Trotzdem ist ihr Lied inmitten der vielen lauten und grellen Vorträge eine Wohltat, die sie immer wieder ihrem Publikum zukommen lässt. Der Song mag den Jurys etwas zu konventionell klingen; die Zuschauer in der Halle mögen es bislang sehr.

ISRAEL: Hovi Star ist jedesmal, ähnlich wie die Belgierin und der Holländer, völlig fehlerfrei und voller Energie. Sein Anblick ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber nach seinem hymnischen Vortrag glaubt man es ihm immer wieder aufs Wort, dass wir aus Sternen gemacht sind.

BULGARIEN wird hier immer häufiger genannt, wenn es um die Tipps für die vorderen Plätze geht. In der Tat singt der leuchtende Zebrastreifen sehr gut, knickt das Köpflein immer wieder hübsch zur Seite, wie man es schon in der 70ern tat, hat aber dennoch keine sonderlich abwechslungsreiche Melodie zu bieten; dafür viel Rhythmus.

SCHWEDEN bietet dieses Jahr einen der wenigen Ohrwürmer. Frans musste sich heute Nachmittag stimmlich erst einmal fangen. Er wirkte etwas übernächtigt und noch nicht ganz auf der Höhe, fing sich aber im Laufe seines Songs wieder. Man glaubt, dass er viele Sympathien aus den Nordländern, von denen nur Schweden im Finale ist, auf sich ziehen wird. 

Leider folgt vor Startnummer 10 eine kleine Zwischenmoderation - Zeit für einen Kurzwerbespot in einigen Ländern.

DEUTSCHLAND: Jamie-Lee wirkte hochkonzentriert und absolut stimmsicher. Dennoch geht der deutsche Beitrag in der Wahrnehmung aller hier sehr unter. Niemand hat etwas gegen den Song, aber echte Sympathien stellt man nicht fest. Beim Hallenpublikum kommt er leidlich gut an. Beim ersten Refrain legten sich heute besonders dichte Rauchschwaden vor Jamie-Lees Gesicht. Das lässt sich ja vielleicht noch korrigieren. Unser aller Daumen bleiben auf jeden Fall gedrückt!

FRANKREICH: Gestenreich lächelnd im saloppen dunklen Anzug, weißem T-Shirt und weißen Turnschuhe - so hüpft und jubelt sich Amir durch den französischen Beitrag. Er deutet auf die umherstehenden Zuschauer und freut sich seines Eurovisionslebens. Den Schlussteil singt er inzwischen ein paar Treppen tiefer, denn der abschließende Ton in der Kopfstimme klang in den Auftritten zuvor arg schräg.

POLEN: Die erhabene Hymne um die Farbe des Lebens ist etwas für die konservativen Eurovisionsliebhaber und fügt sich so gar nicht in die Björkman-Atmosphäre der Show. Der Auftritt gelang heute bestens - bis auf einen minimalen Stimmkratzer ganz am Ende. Ein unmittelbar in den Schlusston geschrienes „Thank you“ war der Sache jedoch abträglich.

Vor Beitrag 13 gibt es als Werbebreak-Option eine Schalte in die TELE-2-Arena, wo über 10.000 Menschen die Liveübertragung aus dem benachbarten Globen mitverfolgen werden und Måns mit Carola und Loreen plaudert.

AUSTRALIEN: Dami Im gehört zu den verlässlichen Größen der Veranstaltung. Mit einer prachtvollen Eleganz schmetterte sie wieder ihren „Sound Of Silence“ in das weite Rund des Globen. Nicht zuletzt ihre hochklassige Sicherheit, aber natürlich auch ihr toller Song, ihre starke Stimme und ihre besondere Ausstrahlung macht sie zum vermeintlichen Hauptkonkurrenten der Startnummer 18.

ZYPERN: Dieser Beitrag hat hier mehr und mehr Freunde gefunden. Der laute Rocksong ist sicher nicht jedermanns Sache, aber ganz bestimmt ein ungekünstlelter und leidentschaftlicher Beitrag, den man keineswegs zu voreilig am Ende des Feldes sehen sollte.

SERBIEN: Der cleane und unaufwändige Popsong fiel heute nicht weiter auf - weder positiv noch negativ. Das muss nicht unbedingt ein gutes Zeichen für die Wertung sein.

LITAUEN: Mit neuem Lockenkopf und altem Engagement fetzte Donny sein „I’ve Been Waiting For This Night“ den Zuschauern um die Ohren, so dass man ihm den Songtitel einfach abnehmen musste. Er überschlug sich mal wieder - sehr sicher - voller Vorfreude. Gestern Abend war ihm der gesangliche Wiedereinstieg nach dem Salto nicht hundertprozentig geglückt. Heute ging’s gut.

KROATIEN: Nina rief heute ziemlich indisponiert aus ihrem „Lighthouse“. In der zweiten Hälfte ihres Songs pausierte die Treffsicherheit hinsichtlich der Töne deutlich. Vielleicht ist der 18-Kilo-Mantel doch zu belastend. 

RUSSLAND: Sergej ist einfach sensationell gut. Jede Darbietung stimmt auf die Hundertstelsekunde, alle Tricks, Schritte, Griffe klappen - und so ganz nebenbei singt er jedesmal absolut perfekt. Letzteres wird häufig vergessen, wenn es um die Beurteilung des russischen Vortrags geht. Das könnte das „Problem“ für diesen Song werden. Natürlich blieb der Song während der ganzen beiden Probenwochen unangefochten der Top-Favorit. 

SPANIEN: Barei überzeugte heute wieder. Sie bringt großartige Stimmung in die Halle - da geht so richtig die Post ab und zahlreiche Zuschauer reißt es von den Sitzen. Ob sich diese Energie auch in die heimischen Fernsehsessel überträgt, bezweifeln viele. Der Song hat aber - so oder so - eine tolle Energie, die sich immer weiter aufbaut und nur wenige kalt lässt.

In einem kurzen Break stellt Petra Produkte aus dem Eurovisions-Shop vor - und hatt einen netten Gag am Schluss parat.

LETTLAND: Just sang und schrie sich einmal mehr die Augenröte ins Gesicht. Er ist sich dabei sehr sicher und hält augenscheinlich sehr viel von seinem Song. Seine Schreie hatte er gut im Griff.

UKRAINE: Auch heute faszinierte dieser Beitrag die Zuschauer, wenngleich in der heutigen Family-Show möglicherweise nicht das ideale Zielpublikum für „1944“ in der Halle war. Jamala legte wieder all ihr Herzblut in den Vortrag und versank mit all ihrer Emotion in der Darbietung des ukrainischen Beitrags.

MALTA: Ira Loscos Gang auf dem Wasser begeistert hier kaum jemanden so richtig, auch wenn man an ihren gesanglichen Fähigkeiten natürlich nichts aussetzen kann. Der Song, der genausogut ein Vorrundenbeitrag beim Melodifestivalen sein könnte, wird eher als Übergang denn als Höhepunkt empfunden.

GEORGIEN: Empfindliche Ohren hält man während des zweiten Teils von „Midnight Gold“ am besten zu. Der Lärm ist heftig, aber die alternativkünstlerische Qualität des georgischen Beitrags kam offenbar bei den Jurys sehr gut an und findet auch bei den hier anwesenden Akkreditierten immer mehr Freunde. Nun gut.

ÖSTERREICH: Zoe klang heute wieder richtig stark. Mit glockenheller Stimme fröhlichte sie sich durch ihr blumiges „Loin d’ici“ auf der Suche nach dem Paradies. Wenn sie heute Abend noch mehr gibt - und dann kommt’s schließlich darauf an - haben unsere österreichischen Vereinskollegen hier sicher allen Anlass zur Zufriedenheit, auch wenn’s nicht zum Paradies reichen sollte. 

GROSSBRITANNIEN: Joe and Jake wird hingegen nichts Paradiesisches vorhergesagt, wobei die beiden sympathischen Freunde und großartigen Sänger einem durchaus leid tun können. Ihr Song ist hübsch und angenehm, alles in allem aber sehr unmarkant und nicht mitreißend genug. 

ARMENIEN: Die Frau, die neulich eine verbotene Flagge wehte, vollbrachte heute ein besonderes Kunststück. Über ihre In-ear-Kopfhörer hörte sie gar nichts, entwickelt dann aber eine enorme Power, feuerte das Publikum zum Mitmachen an und sang so gut wie lange nicht. Das war ein echtes Bravourstück!

Nach dem ausführlichen Schnelldurchlauf - inzwischen sind zwei Stunden Sendezeit vergangen - kommt Justin Timberlake ins Spiel. Er sparte sich heute das Kurzinterview mit Måns, probte aber brav seinen Auftritt gemeinsam mit den „Tennessee Kids“ noch einmal - zur Freude des anwesenden Familienpublikums. Die etwas gezwungen wirkende Kurzvorstellung der Junior-Eurovision-Song-Contest-Siegerin verblasst danach sehr, obschon an der Malteserin namens Destiny durchaus was dran ist. Das Showprogramm für die Votingphase haben wir Euch ja schon geschildert. Wir sind alle sehr auf den Wertungsverlauf gespannt, die ihr - wenn man nach den bisherigen Proben geht - ab etwa 23.45 Uhr erwarten könnt. 

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: EBU

14.05.2016      Finale: Die Prognose der Schwedischen Presse

In den heutigen Samstagsausgaben der großen schwedischen Tageszeitungen dominiert natürlich der Eurovision Song Contest und überall haben die Redaktionen sich hingesetzt und sich an Prognosen für den Finalausgang versucht.

Hier ein zusammenfassender Überblick:



Dagens Nyheter:

In den Top5 sieht man hier Australien vor Russland, der Ukraine, Schweden und Armenien.

Ganz hinten stehen hier Polen, Belgien und Georgien. Für Deutschland prognostiziert die Redaktion Platz 19.



Aftonbladet:

Hier will sich die Redaktion nicht auf einen genauen Ausgang festlegen. Man sieht aber einen Zweikampf zwischen Australien und Lettland. Es folgen Frankreich, Italien, Israel, Bulgarien, Schweden , Litauen, Russland, Spanien, Ukraine und Georgien. Mit anderen Worten kommt für die Aftonbladet-Redaktion fast die Hälfte der Lieder für einen Sieg in Frage. Deutschland liegt hier im Mittelfeld.



Expressen:

Bei Expressen hat sich die Redaktion festgelegt: Russland gewinnt vor Australien, Ukraine, Italien und Frankreich.

Keine Begeisterung kann Expressen den Liedern aus Ungarn und Großbritannien abgewinnen, die daher ganz nach hinten gewertet wurden.



Zusammengefasst sehen die drei großen schwedischen Tageszeitungen einen Zweikampg zwischen Russland und Australien voraus, in den sich eventuell noch die Ukraine und mit Abstrichen Frankreich, Lettland und Italien einmischen können.



 

eingestellt von: Frank Albers
© Foto: Frank Albers

14.05.2016      Justin was here

Pünktlich um 21 Uhr am Freitagabend startete man das Juryfinale vor gut gefüllten Rängen im Globen. Es wäre übertrieben zu sagen, dass alle auf den Auftritt Justin Timberlakes gewartet hatten, aber neugierig war man natürlich schon, wie sich ein solch prominenter Besuch beim Eurovision Song Contest anfühlt. Als Fazit kann man sagen: Viel Lärm um nicht viel. Seinen Talk mit Måns Zelmerlöw zu Beginn der Votingphase könnte man textlich durchaus noch mal überarbeiten: „Was bringt dich hierher?“ – „Nun, deine Leute haben meine Leute angerufen.“ Derweil überstürzten sich die Delegationen und Künstler im Greenroom mit dem Knipsen von Timberlake-Schnappschüssen. Sein Auftritt war laut und umjubelt, allerdings völlig zusammenhanglos mit der Veranstaltung. Vielmehr könnte man als ein weiteres Mosaiksteinchen in der Strategie interpretieren, den ESC deutlich vom traditionellen Publikum zu entfernen und krampfhaft auf ein sehr junges Publikum hinführen zu wollen. Dazu gehört auch die eigenwillige Neugestaltung der Punktevergabe (sie begann um 23.45 Uhr), die ihre Romantik zu Gunsten einer zwanghaft auf Spannung getrimmten Wertungsverlesung völlig verliert. Mit Romantik und Zauberhaftem hat die Show ohnehin nicht sehr viel zu tun, denn sie wirkt laut und grell – mit viel Flackerlicht und großer Unruhe innerhalb der Showelemente. Da ist Lynda Woodruffs kurzer Standup-Part eine gar köstliche Erholung. Ihre Fans werden traurig sein, dass nur sehr wenig von ihr zu sehen und zu hören ist. Dafür könnte man ein kleines Suchspiel ausrufen: Findet Alexander Rybak! Gegenüber der ersten Probe am Nachmittag hat man eine zeitliche Straffung versucht; wir sind gespannt, ob bei der „Family Show“ am Samstag um 13 Uhr noch weitere Kürzungen folgen. Eins ist aber am Freitag erneut klar geworden: Petra und Måns sind richtig gut. Sie bräuchten allerdings mehr Freiräume und weniger inhaltlich festgetackerte Programmelemente.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: EBU

13.05.2016      Eurovision 2016: Franks Nachtgedanken am 13. Mai 2016


eingestellt von: Karl Jakob
© Karl JAKOB

13.05.2016      Die letzten Pressekonferenzen der Big5

Nach der ersten Generalprobe fanden am Nachmittag noch einmal Pressekonferenzen der Big5 statt. Viele Neuigkeiten gibt es von diesen nicht zu vermelden. Das französische Fernsehen ist aufgrund der positiven Resonanzen der französischen Medien und der Öffentlichkeit auf den Beitrag von Amir hoch motiviert darüber nachzudenken, in Frankreich wieder eine größere Vorentscheidung einzuführen. Das Interesse am ESC sei in diesem Jahr in Frankreich so groß wie lange nicht und die öffentlichen Erwartungen hoch. Dennoch würde man sich über einen Sieg und eine Gastgeberrolle im kommenden Jahr noch keine Gedanken machen. Das wäre ein Thema für Montag, sollte es denn zu einem französischen Sieg reichen.

In der deutschen Pressekonferenz wurde noch einmal darüber diskutiert, warum Jamie-Lee, anders als andere Künstler, keine Promo-Tour durch Europa gemacht hätte, um mit den wichtigen Medien-Multipikatoren in Kontakt zu kommen. Man habe das nicht gemacht mit Rücksicht auf das junge Alter Jamie-Lees, erklärte Frau Conze, die neue deutsche Delegationsleiterin. Es klang aber sehr danach, als würde man dies heute als Fehler betrachten, denn medientechnisch geht Deutschland hier in Stockholm ziemlich unter. Angst davor, im Finale zwischen den Mitfavoriten Frankreich und Schweden antreten zu müssen, habe Jamie-Lee nicht, sie würde ohne Druck sich ganz auf ihr Lied konzentrieren. Als ihre diesjährigen Lieblingsbeiträge nannte sie die Beiträge aus Australien, Italien und Schweden.

Spaniens Delegation erkennt in ihrer Startposition, direkt hinter Russland, auch keinen Nachteil für Barei. Sie habe sich mit Russlands Sergej darüber unterhalten und beide würden sich darüber freuen, direkt nacheinander anzutreten. Richtig glücklich sind die Spanier über die großartige Resonanz im europäischen und außereuropäischen Ausland, vor allem in Nord- und Südamerika. Die New York Times berichtete über den spanischen Beitrag und auch das Billboard Magazin. In vielen südamerikanischen Ländern wie Venezuela oder Kolumbieren wäre Barei inzwischen zum Star aufgestiegen.

Francesca aus Italien ist glücklich, zur steigenden Popularität des ESC in Italien einen kleinen Beitrag leisten zu können. Erstmals seit vielen Jahren wird der ESC wieder auf RaiUno übertragen, worüber sich die Delegation außerordentlich freut.

eingestellt von: Frank Albers
© Foto: Sigi Doppler

13.05.2016      Die erste Probe des großen Finales

Die erste Probe für das große Finale lief heute noch etwas holprig. Vor allem die Phase nach den 26 Teilnehmersongs erschien als noch sehr ungeprobt und deshalb kaum geschmeidig. Das färbte wohl auch auf einige Interpreten ab, von denen heute eine ganze Reihe leicht indisponiert klangen. Die schiefen Töne der Aserbaidschanerin sind wir ja schon gewohnt, aber dass auch die Beiträge aus Polen, Österreich, Tschechien, Ungarn, Spanien und sogar Italien nicht ganz so hübsch klangen wie sonst, kann auch an technischen Unzulänglichkeiten gelegen haben. Zur Show selbst ist zu sagen, dass wir einmal mehr eine ordentliche, aber nicht gerade hinreißende Sendung zu erwarten haben. Zu Beginn marschieren die Interpreten ein, unterlegt von einer entsetzlich lauten DJ-Dancefloormusik, die ausschließlich auf das sehr junge und das eingefleischte Fanpublikum abzielt. Die Mainstream-Hörgewohnheit wird hier nicht bedient. Bei den Überbrückungs- und Pausennummern dürfen wir uns erneut auf fröhliches Tanzen und Singen von Måns und Petra freuen, wenn sie erklären, was zu einem Eurovisions-Siegerlied unbedingt gehört. Von großen Gesten über Großmütter bis hin zu einem Butterfass sind alle nötigen Versatzstücke vorhanden. Dazu kommt ein sehr wild und überhektisch geschnittenes Musikfilmchen mit allen schwedischen Superhits der Popgeschichte. Lynda Woodruffe beantwortet Zuschauerfragen (herrlich!) und Måns singt zwei Lieder auf Skateboards. - Mit Spannung erwarteten natürlich alle die Votingphase. Sie verlief bei diesem ersten Test, wie man es befürchten musste: Zunächst gilt es, 42 Schalten quer durch Europa zu ertragen (dies wurde in der Probe aber erst grob getestet), in der die 12-Punkte-Abfrage zum Geduldsspiel wird: Viele Worte um wenig Voting und viel eingeblendetes Zahlenwerk. Danach lesen die Moderatoren in Lichtgeschwindigkeit die Punkte des Televotings von Platz 26 bis 11 vor - törichterweise vorab die Punktzahl, dann das Land. Da wird das Mitschreiben zum enervierenden Vergnügen! Ab Platz 10 bekommen dann die jeweiligen Punkte ein bisschen mehr Zeit eingeräumt. Ganz wie beim Melodifestivalen blendet man am Schluss die besten vier Televoting-Länder ein (Zuschaltungen aus dem Greenroom) und lässt die Moderatoren lange Pausen machen, ehe sie die Punktzahlen verraten. Das wird ein wirrer Ziffernwald vom tiefen zweistelligen Bereich bis über 200 Punkte. Ob ein solches Verfahren tatsächlich den Spannungsverlauf erhöht, so wie es die vom schwedischen Melodifestivalen irritierten ESC-Wertungsreformer versprechen, darf stark bezweifelt werden. Phase 1 könnte sich arg in die Länge ziehen, wohingegen Phase 2 in kurzer Zeit mit vielen Zahlen um sich wirft. Man muss abwarten. Vielleicht wird's ja im Juryfinale, das um 21 Uhr startet, etwas besser.

eingestellt von: Reinhard Ehret

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