Eurovision Song Contest
2019
Forum Tel Aviv
Spanien 1974
Platz 9
Peret
"Canta y sé feliz"
 
 Eurovision Song Contest 
  2020   2019   2018   2017   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009   2008   2007   2006   2005   ESC Geschichte(n)
  Ergebnis   Teilnehmer   Live aus Tel Aviv
 

OGAE - Termine
OGAE-Clubtreffen München 25.01.2020
Regionaltreffen Stuttgart 14.03.2020

ESC 2020 - Termine
 Interpr. Bulgarien 25.11.
 HF1 Albanien 19.12.
 HF2 Albanien 20.12.
 VE Albanien 22.12.
 VR1 Norwegen 11.01.
 VR2 Norwegen 18.01.
 VR3 Norwegen 25.01.
 VE Tschechien 27.01.
 VR1 Schweden 01.02.
 VR4 Norwegen 01.02.
 Sanremo VR1 04.02.
 Sanremo VR2 05.02.
 Sanremo VR3 06.02.
 Sanremo VR4 07.02.
 HF1 Island 08.02.
 VR2 Schweden 08.02.
 VR5 Norwegen 08.02.
 Interpr. Malta 08.02.
 VE Lettland 08.02.
 VE Australien 08.02.
 Sanremo Finale 08.02.
 HF1 Estland 13.02.
 VE Norwegen 15.02.
 VR3 Schweden 15.02.
 HF2 Island 15.02.
 HF2 Estland 15.02.
 VE Ukraine 22.02.
 VR4 Schweden 22.02.
 VR5 Schweden 27.02.
 VE Kroatien 29.02.
 VE Estland 29.02.
 VE Island 29.02.
 VE Finnland 07.03.
 VE Dänemark 07.03.
 VE Portugal 07.03.
 VE Schweden 07.03.
 ESC HF1 12.05.
 ESC HF2 14.05.
 ESC Finale 16.05.



Im Forum Tel Aviv berichten einige OGAE Mitglieder von ihren Eindrücken vor Ort aus Tel Aviv.


Alle Videos findet ihr auch im Video-Blog Tel Aviv


Aktualisierung | Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
09.05.2019      Pressekonferenz Georgien: Die Musik ist immer der Sieger

Ist es nostalgisch oder altbacken, darauf hinzuweisen, dass es beim Song Contest eigentlich um das Singen gehen sollte? Nein! Oto aus Georgien und seine Backgroundsänger, allesamt hochgeschlossen in Schwarz, sangen "Dare To Dream", einen angeblich über Nacht wegen der faszinierenden Atmosphäre des ESC in Tel Aviv entwickelten Song und zeigten dabei, welche Kraft, welche Power  und welche Energie aus engagiertem, leidenschaftlichem, professionellem Chorgesang entstehen kann.

Es ist einfach nur bewegende große Stimmgewalt, die wir aus Georgien kennenlernen dürfen. Oto sei stolz darauf und es sei ihm unendlich wichtig, dass er in einer der ältesten Sprache der Welt - Georgisch - singen dürfe. Das sei auch eine Hommage an die Kultur seines geliebten Heimatlandes. Sein Beitrag sei auf der ersten Seite patriotisch, andererseits eine Botschaft an die ganze Welt, denn es könne doch nicht sein, dass im 21. Jahrhundert nicht miteinander gesprochen würde. "Wir sind hier für die Musik; wenn jemand versteht, über was wir singen und was wir sagen wollen, dann haben wir doch alle gewonnen!", meinte Oto weiter.

Eine Kostprobe der georgianischen Sangeskunst findet Ihr auf unserer Facebookseite

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: Markus Herrmann

09.05.2019      Australien: Gekrönte Schwerelosigkeit

Ach, ist das schön! Man darf mit "Flug und Recht" die sternengekrönte Australierin Kate Miller-Heidke zu den Top-Favoriten zählen; nicht nur, weil ihr Lied eine hochoriginelle sopraneske Besonderheit, sondern auch weil die Inszenierung wohlig emotional und ziemlich spektakulär geraten ist.

Okay, während die drei Akteurinnen auf ihren biegsamen Stabhochsprungstangen umherkreisen und sich fliegend im Weltall wähnen, beschleicht den Zuschauer zuweilen die Furcht vor Stürzen oder gar Kollisionen. Doch andererseits können Kate & Co. auf diese Weise elegisch über den hinzugeblendeten Erdball schweben. In der vermeintlichen Schwerelosigkeit blieb ihr Gesang erstaunlich präzise, wobei (insbesondere anfänglich) die wirklich glänzende Sängerin noch längst nicht alles gab und sich die ganz hohen Töne sparte. Doch bei Durchlauf drei und vier brillierte sie schon souverän. Bis zur Show schafft Kate sehr wahrscheinlich die hundert Prozent.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: Stefan Ball

09.05.2019      Pressekonferenz Belgien: Mit Trommeln die Welt einschlagen


Eliot beantwortete gemeinsam mit Pierre Dumoulin, dem Komponisten seines Beitrags lächelnd und äußerst charmant die Fragen der Journalisten. Nach dem ersten Treffen zur Ausarbeitung des Liedes „Wake Up“ sei zwischen beiden sehr schnell das Eis gebrochen gewesen, da die Zwei die Musik im Blut hätten.

Für Pierre Dumoulin, der bereits vor zwei Jahren den erfolgreichen belgischen ESC-Beitrag für Blanche komponierte, verlaufe die Teilnahme beim diesjährigen Song Contest um Welten entspannter, denn anders als 2017 sei er nicht mehr von der Dimension dieses großen Wettbewerbs geschockt und könne sich auf seine Arbeit konzentrieren. Er gab Eliot zahlreiche Tips, unter anderem dass man um mehr als 100 Prozent Emotionen auf der Bühne erzeugen solle, damit ein Bruchteil beim Zuschauer hängen bleibt.

Nachdem Belgien im vergangenen Jahr den Finaleinzug leider verpasst hat, ist Eliot fest davon überzeugt, dieses Jahr den Sprung ins Finale zu schaffen. Im Musikvideo sang er umringt von einer großen Gruppe junger Menschen und ließ eine Wand einfallen, nach dem Motto: Gemeinsam schaffen wir es. Da maximal sechs Personen auf die ESC-Bühne dürfen, wurde im Gegensatz zum Video umkonzipiert und zwei Trommler trommeln mit kräftigen Schlägen, die auch im Fernsehen zu hören sein sollten, gegen die Trommeln, die die Weltkugel darstellen sollen. 

 

eingestellt von: Markus Herrmann

09.05.2019      Georgien: Finster, sehr finster

Der Chor ist wirklich toll. Gregorianische Gesänge inmitten eines finsteren Rocksongs hören wir schließlich nicht alle Tage. Ansonsten wird so manchem beim Genuss des georgischen Vortrags etwas bange: Hochernste Miene vor den gewaltigen Elementen dieser Welt. 

Na klar, Oto Nemsadze versteht sein Geschäft und legt volle Power in seine leicht krächzende Stimme, aber ein mitreißender Beitrag ist das bislang noch nicht. Alle, die den Song mögen, werden akustisch sicher zufrieden sein. Optisch hätte man sich für "Sul tsin iare" etwas mehr Mühe geben können, denn so könnte der für dieses Starterfeld durchaus ungewöhnliche Song trotzdem unmarkant bleiben.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: Stefan Ball

09.05.2019      Pressekonferenz: Serbien

In atemberaubendem knallroten um die Wespentaille geschnürten Jäckchen zur schwarzen Pluderhose und roten Handschuhen betrat Nevena sodann die Bühne der Pressekonferenz. In fließendem Englisch bewunderte sie Israel, wobei es ihr insbesondere der martialische Stil angetan habe, kokettierte zusammen mit ihrem Team, dass das Essen zu gut schmecke und daher zu üppig genossen werde und lieferte einen sehr sympathischen, zugewandten, offenen Auftritt.

Ihre Begleiter seien alle eurovisionserfahren und Nevena outete sich als großer Eurovisionsfan. Dies wurde natürlich nur zu gerne bei den Anwesenden aufgenommen. Für ihr Land - Serbien - zu singen, sei ihr Traum und sie wolle alles für ihr Land geben, daher singe sie auch in Nationalsprache. Durch alle Angaben zog sich enormes Nationalbewusstsein, vorgetragen aber in höchst charmanter und authentischer Weise. Ihre grandiose Stimme bewies sie bei kurzen gesungenen Kostproben. Chapeau vor der wahrhaften Musikalität dieser Künstlerin!  

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: Markus Herrmann

09.05.2019      Belgien: Hans Dampf in allen Gassen

Da haben sich die Verantwortlichens ins Zeug gelegt, um die etwas steifen Bewegungen von Eliot und die zu schnelle Kameraführung in Einklang zu bringen. Was herauskam ist ein Auftritt, der um einiges stimmiger war, als in der ersten Probe. Auch die Choreografie von Eliot und den beiden, teils trommelnden, teils tanzenden Begleitern auf der Bühne wird jetzt besser eingefangen.

Die vielen Dampfstöße (sprich natürlich: Trockeneis-Nebel) sind dennoch ein bisschen überproportioniert. Und ob Eliot nach der sehr ausdrucksstarken Serbin nicht doch untergeht, bleibt abzuwarten.

eingestellt von: Biggi Müller
© Foto: Stefan Ball

09.05.2019      Pressekonferenz Weißrussland: Die Mär der Unbekümmertheit der Jugend

Wohl ein Dutzend stark geschminkter Damen mit einem natürlich weißen T-Shirt mit dem Auftritt "I LIke Belarus" betreten den Raum der Pressekonferenzen und verteilen Aufmerksamkeiten, Auf der Bühne sitzt ZENA, ebenso heftig kosmetisch bemalt mit einer breiten Flagge Weißrusslands auf den Knien zwischen der Moderatorin und der Dolmetscherin. Wenig Lächeln und stattdessen Ernsthaftigkeit bei den stets diplomatisch formulierten Antworten kennzeichnen diese Pressekonferenz.

Dass die gute ZENA so blutjung ist, möchte man nicht glauben. Dass es sich um eine Unterhaltssendung handelt, möchte man ebenfalls nicht glauben. Staatstragendes Verhalten passt einfach nicht zu einer 17-jährigen Sängerin. Die bewegendste und natürlichste Pose von ZENA war allenfalls, als sie die Nationalfahne sich von den Knien nahm und um die Schulter legte und dann geschah das Skandalöse: Die Fahne rutschte von den Schultern, was ZENA in sichtliche Panik versetzte.

Wollen wir nur hoffen, dass es sich bei ZENAs Verhalten um eine jugendliche Unsicherheit handelt, das würde sie menschlicher machen und von dem inszenierten technokratischen Apparat, den sie verkörperte, positiv unterscheiden. Auf die Frage, welcher weißrussische Beitrag ihr Favorit sei, antwortete sie wie ein Maschinengewehr, dass sie alle gleich gern möge, da sie mit den Interpreten ja befreundet sei, aber vielleicht sei es doch "Cheesecake" von Teo. Hätten wir auch so mit 17 geantwortet? 

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: Markus Herrmann

09.05.2019      Serbien: Zauberhafte Sangeskunst

Nevena Božović war bislang zweifellos die Stimme des Tages. Ihr "Kruna" geht herrlich unter die Haut, aber noch mehr als das unspektakuläre musikalische Werk aus Serbien weiß die Sangeskunst der Interpretin zu faszinieren. Das wurde vor allem klar, als Nevena Stimmübungen - so ganz ohne Playback - zwischen den Durchläufen machte. 

Auf der Bühne glitzerte es reichlich und um die elegant in ein schwarzes Abendkleid gewandete Nevena stieg, leider nur kurz und andeutungsweise, ein elektronischer bläulicher Sternenwirbel auf. Damit's nicht ganz so prüde bleibt, zeigt Nevena immer mal wieder Bein, was wie ein Hauch von Brachialerotik inmitten eines zauberhaften Beitrags wirkt. Darüber sollte man vielleicht nochmal nachdenken.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: Stefan Ball

09.05.2019      Weißrussland: Musik ist eine ernste Sache

ZENA meint’s ernst: Mit Nachdruck sang sie heute ihr „Like It“ in die Kamera und kannte dabei wenig Fröhlichkeit. Ihre Bühnenjacke war ihr locker zwei Nummern zu groß, weswegen sie sich - mit Hilfe der ebenfalls recht energisch wirkenden Tanztruppe - ihrer wohl auch rasch entledigte. 

Das im Vergleich zur ersten Probe deutlich weißere Bühnenoutfit glitzert ordentlich und gibt - vor allem im oberen Bereich - mehr Haut frei. Es gibt viel Gleichschritt, viel Gelenkigkeit, viele Like-its und viel finsteres Dreinschauen. Mag der Song mit der Zeit auch etwas enervierend klingen, so muss man ZENA auf alle Fälle attestieren, dass sie richtig gut singen kann und bei der heutigen Probe stimmlich alles gab. Aber ob das am Dienstag reichen wird?

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: Stefan Ball

09.05.2019      Pressekonferenz Ungarn: Unaufgeregt

Joci Pápai, barfüßig, wurde wieder von seinem Dolmetscher begeleitet und zeigte sich höchstzufrieden mit seiner Probe, selber zuversichtlich und ziemlich relaxed und begeistert von Tel Aviv. Etwas bizarr wirkte allerdings, dass immer dann, wenn der Dolmetscher übersetzte Joci dasselbe grimassenhafte Lächeln aufsetzte.

Mit der Moderatorin fand er auch keinen grünen Zweig, so dass das Pressegespräch schwerfällig und wenig inhaltsreich vor sich hinplätscherte.

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: Stefan Ball

Aktualisierung | Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22

.

 
OGAE Germany e.V.