Eurovision Song Contest
2019
Forum Tel Aviv
VE Deutschland 2014
Platz 3
Santiano
"Wir werden niemals untergehen"
 
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  Ergebnis   Teilnehmer   Live aus Tel Aviv
 

OGAE - Termine
Eurovision Camp 02.08.2019
Prix de Surprise Rhein/Ruhr 17.08.2019
Eurovision Cruise 31.08.2019
Spree Grand Prix 19.10.2019
Grand Prix sur le Main 25.10.2019
OGAE-Clubtreffen München 25.01.2020

ESC 2019 Finale PostTed:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Italien
4. Norwegen
5. Australien
Stand: 12.07. 10:02
Wertungen: 56
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Top5 ESC 2019 Predict:
1. Niederlande
2. Schweiz
3. Australien
4. Island
5. Russland
Stand: 18.05. 19:44
Wertungen: 38
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ESC 2019 1.Semi PostTED:
1. Australien
2. Tschechien
3. Slowenien
4. Estland
5. Serbien
Stand: 09.07. 13:52
Wertungen: 54
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ESC 2019 2.Semi PostTED:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Schweden
4. Norwegen
5. Aserbaidschan
Stand: 09.07. 13:50
Wertungen: 52
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ESC 2019 PreTED:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Italien
4. Norwegen
5. Schweden
Stand: 18.05. 20:23
Wertungen: 142
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Im Forum Tel Aviv berichten einige OGAE Mitglieder von ihren Eindrücken vor Ort aus Tel Aviv.


Alle Videos findet ihr auch im Video-Blog Tel Aviv


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06.05.2019      Lettland: das Vierpersonenkarussell

Dank eines schwedischen Teams lief in der lettischen Probe alles wunderbar. Obwohl Carousel eine recht neue Formation ist, besteht sie doch aus allesamt erfahrenen Musikern. Zwei Mitglieder sind erst vor kurzer Zeit zur Gruppe dazugestoßen und so entstand ein Quartett und alle vier sind hier mit ihrem Beitrag glücklich. Die schlichte, unauffällige Inszenierung ist dem Lied geschuldet. Sie ist hier besser geeignet „That Night“ in ein rechtes Licht zu rücken, als eine spektakuläre Darbietung.

Die Inspirationsquelle für „That Night“ war passenderweise eine schöne Sternennacht, der dann viel harte Arbeit im Studio folgte. Sie haben das aber auch verlassen. Etwa für eine besondere Tour durch Lettland. Auf der wurde das Publikum in eine Kriminalgeschichte einbezogen.

Daraus folgt auch, dass Carousel mehr als ein Lied in ihrem Repertoire haben. Mit Gitarrenbegleitung gaben sie eines davon, „The Monster“, zum Besten.



eingestellt von: Stefan Ball
© Foto: Stefan Ball

06.05.2019      Happysound pur

Dänischer Sing-a-long, Schnippen und Mitwippen, das was Leonora und ihr dänisches Team auf der wie aus der Vorentscheidung bekannten lockeren Inszenierung auf der Bühne vorleben, überträgt sich in das Pressezantrum und auf die Beobachter. Auch diese wippen und schunkeln freudig mit - ist das ein Zeichen dafür, dass auch der geneigte Fernsehzuschauer sich vom dänischen Happy-Sound anstecken lassen wird?

Leonora jedenfalls strahlt Fröhlichkeit schon bei der Probe aus und lächelt auch über so manchen nicht getroffenen Ton heiter hinweg. Unkompliziert und eingängig wie der Beitrag ist, sehen manche genau darin die Gefahr, dass er damit untergehen könnte. Aber das lieben wir ja so, dass wir zu jedem Beitrag unterschiedliche Ansichten haben können.

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: EBU

06.05.2019      PK Irland: Sarahs Endstation Tel Aviv

Für die irische Sängerin war die Eurovisionsteilnahme wohl lange eine Qual. Sie musste die Nominierung lange verschweigen, und das, wo sie doch Geheimnisse so ungern für sich behält. Erst nach mehreren erfolglosen Bewerbungen, auch für die sanmarinesischen Vorentscheidung 2018 (jede Chance muss genutzt werden), erhielt Sarah das begehrte Eurovisionsticket.

Nun ist sie aber auf der Bühne von Tel Aviv und auf der wird die Stimmung des Liedes gut eingefangen. Vom zweimaligen Siegerkomponisten Brendan Graham hat sie Tipps bekommen. Es ist schlichtweg großartig, hier zu sein. Da kann sie auch die berüchtigte Startnummer 2 nicht bekümmern.

Auch kann sie auf starken Rückhalt von ihrer Mutter bauen, wie auch schon bei all ihren anderen Unternehmungen. Dafür fängt Mutter aber auch bei jeder Rührung zum Heulen an, bestimmt auch vor Stolz. Die kleine Tochter nimmt das Ganze noch gelassener. Sie erkennt Mama zwar im Fernsehen und Radio, aber die Bedeutung dessen, was sie da sieht, ist ihr noch nicht bewusst. Gleichzeitg sorgt die Mutterrolle bei Sarah für Bodenständigkeit.

Ansonsten tritt Sarah mit Ihrer Band gerne bei Hochzeiten auf, weil sie so romantisch sind. Wer irische Küsten und alte Schlösser kennt, wo halt eben so Hochzeit gefeiert wird, kann das sicher verstehen.

Dass es auf der grünen Insel aber auch unromantisch sein kann, hat sie bei den Dreharbeiten zum Video gemerkt. Es war wohl der windigste und kälteste Strandtag, an den sich Sarah erinnern kann.



eingestellt von: Stefan Ball
© Foto: Stefan Ball

06.05.2019      Meet & Greet: Quirliges schweizer Energiebündel


Luca absolvierte seine erste Pressekonferenz mit Bravour und zog durch seine Quirligkeit und natürliche lustige Art die Presseschar in seinen Bann und gab zu, dass gleichzeitig perfekt zu singen und fehlerfrei zu tanzen hier eine seiner größten Herausforderungen sei.

Auf die Frage, warum im Gegensatz zum südamerikanischen Ambiente seines Videos das Staging nun in eine komplett andere Richtung abgewandelt wurde, antwortete der smarte Schweizer, dass man einfach was total anderes darbieten wollte. Aus der Schweiz erhalte er eigentlich nur positives Feedback zu seinem Lied und den seitherigen Aufritten.

Bei einem seiner Auftritte auf Gran Canaria habe Luca die letztjährige Siegerin Netta persönlich kennengelernt und mit ihr sprechen können. Die lustige Israelin bot ihm ihre Hilfe an und wenn er beim ESC in ihrem Heimatland Probleme habe, dürfe er sie jederzeit anrufen.

Weiter war noch zu erfahren, dass Luca als ehemaliges Unterwäschemodel sehr modebewusst sei und in der Schweiz sein eigenes Modelabel betreibe.

Als Gerücht bezeichnete der schweizer Delegationsleiter die Frage eines Journalisten, ob die Eidgenossen tatsächlich im vergangenen Jahr darüber nachdachten, den ESC zu verlassen, da seit 2014 kein Finaleinzug mehr erreicht worden sei. Es war zu spüren, dass die Schweizer in diesem Jahrgang zu Recht von einem sicheren Einzug ins Finale ausgehen.
 

eingestellt von: Markus Herrmann
© Foto: Stefan Ball

06.05.2019      Proben kann eine Qual sein

Und weiter geht es im Probenreigen von Moldau ins benachbarte Rumänien. Ester Peony sitzt und steht in einem roten Sessel, während zwei fast halbnackte Tänzer sie erotischerweise umgarnen dürfen. Skulpturen, Gebäude, Wasserfälle und vieles mehr entsteht auf der Projektionswand dahinter, während Ester Peony gestresst, angestrengt und, was offensichtlich dramatisch wirken soll, bisweilen gequält verzerrte Mimik und gruselige Gesten zum Besten gibt.

Böse Zungen behaupten, sie schaut nur deswegen so böse, da sie in den Proben immer noch nicht die richtigen Töne in der vorgegebenen Reihenfolge gefunden hat. In der Tat verirrten sich immer neue Tonfolgen in die Probendurchgänge, aber Ester wird sich sicher einen fehlerfreien Vortrag für die entscheidenden Halbfinalsendungen aufheben - davon gehen wir nun einmal jetzt aus.

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: EBU

06.05.2019      Pressekonferenz Armenien.: Am liebsten ein Rose

Die Armenierin war von der Bühne beeindruckt und ist der Ansicht, dass die Energie, wie sie im Video vorkommt, darauf wunderbar übertragen worden ist. Eine große Hilfe bei den Vorbereitungen auf den Song Contest war für Srbruk, dass sie schon an mehreren anderen Wettbewerben teilgenommen hat; unter anderem auch in der Ukraine mit einem polnischen Lied, was dort offenbar nicht ganz unbemerkt geblieben ist.

Die Teilnahme an Wettbewerben liegt ihr offenbar deswegen so, weil sie eine Kämpfernatur ist und der (friedliche) Kampf ein Wesenszug von Lieder- oder Interpretenkonkurrenzen ist. Dazu gehört es natürlich immer, sein Bestes zu geben und versuchen zu gewinnen. Insofern fühlt sie auch keinen besonderen Druck, weil Armenien letztes Jahr das Finale nicht erreicht hat.

Sie hofft, dass nicht nur Frauen, sondern auch Männer Kraft, vor allem was die Liebe angeht, aus dem Beitrag schöpfen können. Der weist einen Melodiebruch auf, der natürlich beabsichtigt ist und die verschiedenen Emotionen ausdrücken soll. Gleichzeitig hat sie aber zuerst die Melodie(en) bekommen und dann erst entstand der Text. Mit dem Lied wird übrigens ihre eigene Geschichte widergespiegelt.

Persönlich ist sie eine begeisterte Gärtnerin, ihre Lieblingsblume ist die Rose, und auch sonst ist sie sehr naturverbunden. So war sie auch von der Landschaft um Massada sehr beeindruckt. Zur Historie der für die jüdische Geschichte so wichtigen Bergfestung, wo offenbar die armenische Postkarte gedreht worden ist, konnte sie aber nichts sagen.

Abgerundet wurde das Meet & Greet mit zwei Gesangseinlagen, eine davon war ein rumänisches Liebeslied; laut Moderator ihre Muttersprache.
 

eingestellt von: Stefan Ball
© Foto: Stefan Ball

06.05.2019      Exquisite Sandmalerei

Wer sich an den Song Contest 2011 erinnert, der wird Ksenija Symonowa nicht vergessen haben - diese fantastische Künstlerin, die den ukrainischen Beitrag von Mika Newton zum optischen Highlight machte, als sie "sandmalte" und mit der Hand Figuren in den Sand zeichnete, sowie durch Wegwischen, Verändern und Neuzeichnen Geschichten erzählte.

Just diese famose höchstkünstlerische Sandmalerei ist bei dem Beitrag Moldaus wieder zu bewundern und nimmt den Zuseher völlig in den Bann. Währenddessen mutiert Anna Odobescu im weißen Kleid fast schon tragisch zur Randfigur und ist nur am unteren Bildrand zu sehen. Dabei müsste sich die Sängerin keinesfalls verstecken, da sie kraftvoll und ausdrucksstark singt, sowie sehr selbstsicher wirkt. Auch in ihrem weißen eleganten Kleid macht Anna eine gute Figur. All diejenigen, die Moldau nicht auf ihrer Liste für einen Finaleinzug hatten, werden sich überlegen müssen, hier das eigene Ranking umschreiben zu müssen.

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: EBU

06.05.2019      Schweizer Hoffnungen steigen

Alle Augen richteten sich gebannt auf die Bildschirme, als der Beitrag der Schweiz angekündigt wurde - mit der Frage aller Fragen: Wird Luca Hänni, einer der Topfavoriten dieses Jahrgangs, seiner Favoritenrolle gerecht? Wird er stimmlich seinen Beitrag auf der Bühne "liefern" können? Kann er gleichzeitig sauber singen und dazu drei Minuten tanzen? Er kann!

Der junge Schwarm der Zuseher zeigte eine grundsolide Probe. Die Choreographie wurde schwungvoll mitreißend ausgearbeitet und offenbar intensiv bis ins letzte Detail vorbereitet. Im ärmellosen schwarzen lockeren Outfit hinterließ Luca mit seinen rotgewandeten Tänzern einen sehr harmonischen, starken und auch selbstbewussten Eindruck. Auch diejenigen der Beobachter, die zu dem Schweizer Beitrag "Fuego" aus dem letzten Jahr pfiffen und sangen, nickten und klatschten anerkennend.

Die Inszenierung mit der dominierenden Farbe Rot ist ganz darauf ausgelegt, die Halle und die Fernsehzuschauer zum Mitfeiern und Partymachen anzuregen und das wird ihm gelingen. Wir dürfen uns auf einen Hexenkessel in Tel Aviv freuen. Dazu traf Luca Hänni auch aller Unkenrufe im Vorfeld zum Trotz die Töne und sang sauber, wenn auch noch zurückhaltend und etwas verhalten. Dass in der Probe noch nicht jeder vor Begeisterung in die Knie gehen muss, versteht sich von selbst, das gelang in den letzten Jahren eigentlich nur Conchita, die von der ersten Probe ab Gänsehaut und atemlose Begeisterung hervorrief.

Luca Hänni und die Schweiz, die ja nunmehr 31 Jahre darauf wartet, sich endlich wieder in der Tradition von Lys Assia und Celine Dion die eurovisionäre Krone aufsetzen zu dürfen, können zuversichtlich den kommenden Tagen entgegenblicken.

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: EBU

06.05.2019      In der Ruhe soll das Finale liegen

Carousel hatten sich für einen Hintergrund bestehend aus einer knallgelben riesigen Kugel entschieden, jedoch dann auch andere Farbgestaltungen ausgetestet. Vor diesem Farbklecks hatte man die sachte im Rhythmus des leisen Liedes beschaulich von rechts nach links sich wiegende Frontsängerin in einem luftigen weißen Kleid mit Hut platziert. So enstand eine bewusst reduzierte, schlicht gehaltene Inszenierung. Ob dies der allesentscheidende geschickte Kunstgriff und ein brillantes Stilmittel inmitten lauter, knalliger Auftritte sein kann, wird sich zeigen.

Jedenfalls wirkte die Probe isoliert, um es vorsichtig zu formulieren, allenfalls unaufgeregt, auch wenn Carousel meist stimmlich auf der Höhe waren und scheinbar unbeeindruckt von dem Probenzirkus in ihre eigene Musikwelt eintauchten. Man merkte ihnen die Erfahrenheit arrivierter Jazz-Club-Interpreten an. Und vielleicht wird genau im Halbfinale, wenn es darauf ankommt, der Zauber der Stille, der von ihrem Beitrag ausgeht, die Anrufer zum Telefonhörer oder sonstigen neumodischen Utensilien greifen lassen. 

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: EBU

06.05.2019      Pop-Art am Tresen aus Irland

Sarah McTernan hat sich für ihren Auftritt einen Tresen ausgesucht, an dem sie mit zwei ihrer Begleitsängerinnen lässig lehnt, sich auf diesen setzt, sich dort liegend räkelt und sich damit auch durch die Gegend drehen lässt. Im Hintergrund werden wilde Pop-Art-Projektionen eingespielt. Damit wirkt der Auftritt für viele überladen und nimmt dem eigentlich so ruhigen, stimmungsvollen Lied etwas an Reiz.

Zudem zeigt Sarah insbesondere bei den leise, alleine von ihr gesungenen einleitenden Passagen stimmliche Unsicherheiten. Jedoch sind ihre Backgroundsängerinnen durchaus stimmgewaltig, was man in den Momenten merkt, in denen zusammen mit den Tonmeistern die feine Tonabmischung gefunden werden soll. Trotz des von Sarah versprühten Charmes, die in ihrem roten Kleid zuckersüß aussieht, sieht man bei den Beobachtern ratlose Gesichter. Vielleicht war es einfach nur zu früh am Morgen und die Irinnen werden am Halbfinalabend so aus sich herausgehen, dass man die Attribute „fad, vor sich hinplätschernd“ nicht mehr mit dem irischen Beitrag 2019 in Verbindung bringen wird.
 

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: EBU

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