Eurovision Song Contest
2019
Forum Tel Aviv
VE Kroatien 2011
Platz 3
Daria Kinzer
"Stotinama godina"
 
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OGAE - Termine
Spree Grand Prix 19.10.2019
Grand Prix sur le Main 25.10.2019
OGAE-Clubtreffen München 25.01.2020

ESC 2019 Finale PostTed:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Norwegen
4. Italien
5. Schweden
Stand: 12.09. 09:55
Wertungen: 60
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Top5 ESC 2019 Predict:
1. Niederlande
2. Schweiz
3. Australien
4. Island
5. Russland
Stand: 18.05. 19:44
Wertungen: 38
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ESC 2019 1.Semi PostTED:
1. Australien
2. Tschechien
3. Estland
4. Slowenien
5. Serbien
Stand: 28.08. 19:28
Wertungen: 56
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ESC 2019 2.Semi PostTED:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Schweden
4. Norwegen
5. Aserbaidschan
Stand: 28.08. 19:26
Wertungen: 54
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ESC 2019 PreTED:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Italien
4. Norwegen
5. Schweden
Stand: 18.05. 20:23
Wertungen: 142
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Im Forum Tel Aviv berichten einige OGAE Mitglieder von ihren Eindrücken vor Ort aus Tel Aviv.


Alle Videos findet ihr auch im Video-Blog Tel Aviv


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10.05.2019      Pressekonferenz Italien: Zurückhaltende Schüchternheit

Mahmood entpuppte sich als wahrer Fuchs, denn als der Moderator ansetzte, ihm zu erläutern, wie der italienische Beitrag auf hebräisch laute, fiel ihm grinsend Mahmodd ins Wort und schmetterte ihm stolz die Übersetzung entgegen. Überhaupt war der smarte Italiener charmant, gut gelaunt und bescheiden. Angesprochen auf krankheitsbedingte stimmliche Probleme wiegelte Mahmood ab und versprach, zum Finale topfit zu sein.

Bei der heutigen Probe habe er sich zusehends wohler gefühlt und harmoniere auf der Bühne immer besser mit seinen Tänzern zusammen. Er werde aber weiter arbeiten, bis im Finale ein perfekter Auftritt zu sehen sein wird. Vielleicht lag es an der von ihm geschilderten Müdigkeit, aber Mahmood machte einen zurückhaltenden, introvertrierten, fast schon schüchternen Eindruck. Angesprochen auf die auch von rechten italienischen Politikern getätigten despektierlichen Äußerungen würden ihn nicht tangieren, da er versuche, diese zu ignorieren. Überhaupt seien Vorurteile etwas, was der Vergangenheit angehören sollte und muss.

Ob allerdings sein "Prada"-Freizeitanzug, der nicht unter 1000 € zu haben ist, zur Botschaft des Titels "Soldi" passt, ist fraglich.

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: Stefan Ball

10.05.2019      Den Stolz nicht verlieren 

Wie schon Frankreich, setzt auch Italien auf einen Sänger mit einer starken Persönlichkeit, der seine eigene Geschichte erzählt. Mahmood ist wütend auf seinen Vater, dem es immer nur um Geld ging und der ihn im Stich gelassen hat. Die Gier nach Soldi (Geld)  zerstört Beziehungen und deshalb wird das Geld symbolisch auf Projektionen verbrannt.

Fotos von Mahmood als Kind und Jugendlicher werden auf Bühne und Bildern projiziert. Als ob damit der Zorn noch unterstrichen werden sollte, reißt das Gesicht des Künstlers auf einer Projektion auf. Mahmood singt mit aggressiver Stimme. Auch hier werden wieder Schlagworte und Textbausteine eingeblendet. Aber es ist nicht nur eine persönliche Geschichte, der Song erzählt etwas, was uns alle angeht. „It hurts to be alive, if you lose your pride“ oder „Money can‘t buy you love.“ 

Keine leichte Kost, aber trotzdem oder gerade deswegen gehört er seit Wochen zu den Favoriten.

Text: Lothar Zimmermann

eingestellt von: Biggi Müller
© Foto: EBU

10.05.2019      Pressekonferenz Spanien:

Schwarze Shorts, weißes T-Shirt, Miki bleibt sich treu als der junge, frische Strand-Party-Boy. Artig bedankte er sich zunächst bei seinen Tänzern und seinem Team. Sodann erläuterte er, was für Spnaier beim ESC nicht die Regel ist, in fließendem Englisch, dass seine Inszenierung auf der Bühne in symbolisierten eigenen Räumen beginnt und sich von dort aus die Freude und Ausgelassenheit immer mehr ausbreitet, sodann verästelte sich die Erläuterung, warum was auf der Bühne passiert immer mehr, so dass die Beobachter in der Pressekonferenz schon nicht mehr nachkamen - mal sehen, wie der arme Peter Urban in der kurzen ihm verbleibenden Zeit der Anmoderation es schaffen wird, diese gefühlt länger als der gesamte spanische Beitrag andauernde Erkläung in kurze und knappe Worte zu fassen.

Gleichwohl war Miki durchweg der nette, lockere Junge von Nebenan. Seit der Operacion Trionfo habe sich sein Leben nicht nur wegen der Popularität geändert, seitdem treibt er auch viel mehr Sport und lebe gesünder. Nach dem ESC soll sein erstes Album erscheinen, dabei wolle er dem Stil von "La Venda" treubleiben, da Uptempo-Nummern eben seine musikalische Liebe derzeit seien.

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: Stefan Ball

10.05.2019      Großbritannien: Volle Leidenschaft

Ziemlich außer Atem war Michael Rice am Ende seiner ersten Probe. Das war kein Wunder, denn er gab wirklich alles und legte seine ganze Leidenschaft in sein „Bigger Than Us“. Die Lichttechnik bildete den jungen Mann etwas blass ab, was im Gegensatz zu seiner energiegeladenen Darbietung stand. Den langsamen Anfangsteil sang er im mystischen Nebel in schwarzweißer Stimmung, ehe es bei gesteigerter Songpower auch bunter wurde. Zwar changiert das übliche blau-rote Lavalampen-Ambiente über die Hintergrundwand, doch wurde es dadurch tatsächlich - spätestens nach Einsatz des noch unsichtbaren Chores - recht emotional. 

Das steigerte sich ein weiteres Mal, als der weiß gekleidete Gospelstimmenchor auf die Bühne schritt und sich mit Michael zu einem Kreis formiert. Das hatte Gänsehautqualität - zumindest für alle, die den starken, aber sicher auch recht konservativen Popsong mögen. Michael sang sehr gut, wenngleich er stimmlich auf schmalem Grat wanderte. Als ganz offenbar beim zweiten Durchlauf mit seinen In-Ears was nicht stimmte, geriet er gesanglich etwas ins Wackeln. Der Schlussdurchlauf war dann aber der beste und der junge Brite war wieder voll auf der Höhe. In schwarzer Windjacke und schwarzer Jeans wirkte er authentisch und pur. Das war nicht schlecht für den Anfang.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: EBU

10.05.2019      Pressekonferenz Frankreich: Botschaften, Botschaften, Botschaften

Unter großem Beifall wurde das Team Frankreichs begrüßt: Die zarte taubstumme Dame aus Taiwan, Bilal Hassani und seine amerikanische Begleittänzerin. Bilal gab an, dass man sechs Stunden täglich geprobt habe. Für die taubstumme Tänzerin setzte man einen Gebärdendolmetscher in das Publikum. Alle drei Protagonisten wurden nicht müde zu betonen, wie glücklich sie seien, dass ihr Auftritt möglich wurde. Die Aussagen "das geht nicht", "das kann man nicht machen", "das kann nicht funktionieren" gehören der Vergangenheit an, die motivierende Inszenierung solle jedem Mut machen und jedem Mut geben, der und das zu sein, der er ist und sein will.

Bilal berichtete, dass er jeden Tag diskriminierende, böse Mails erhalte, diese aber ignoriere. Weitergehenden politischen Fragen von israelischen Reportern wich Bilal in fließendem Englisch geschickt aus. Vergleiche mit Conchita wies er zurück, da er Conchita stark bewundere, er aber eine völlig andere Person sei. Er sei unheimlich stolz darauf, beim Song Contest trotz aller Anfeindungen "das Gesicht Frankreichs" zu sein - sein Frankreich sei ein junges, tolerantes, weltoffenes Frankreich, dessen Existenz wolle er auch zeigen.

2016 habe er für Sergey beim ESC gewertet, was die Telefonrechnung seiner Mutter beweise, ihn bewundere er ebenfalls sehr. Er habe heute bei der Probe noch nicht alles gezeigt, vor allem wolle und werde er sich noch mehr bewegen, so dass wir sehr gespannt sein dürfen.

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: Stefan Ball

10.05.2019      Pressekonferenz Israel: Zu Tränen gerührt

Der sympathische Kobi Marimi konnte während der israelischen Pressekonferenz seine Tränen nicht zurückhalten. Er sei ein sehr emotionaler Mensch und nahe am Wasser gebaut. Als Kind wurde er wegen seines Übergewichts ausgelacht und ausgegrenzt. Er schaffte es, ganze 50 Kilo abzunehmen und war dann auch nicht glücklicher, was ihm klarmachte: Nicht das Aussehen entscheide glücklich zu sein, sondern Selbstzufriedenheit. Da sei es genauso egal, wie die Frage welcher Religion man entstammt und welche sexuelle Orientierung man habe. 

Bereits von Kindesbeinen an sei er ein Fan des ESC und die Show im Fernsehen war Pflichtprogramm. Umso mehr mache es ihn stolz, dass der Traum, selber als Teilnehmer des Song Contests auf der großen Bühne zu stehen, in seiner Heimatstadt stattfinde. Auch hier kullerten wieder Tränen.

Sein Lieblingslied des ESC sei "Angel" von Chiara (Malta/2005), das er dann auch mit seiner starken Stimme dem Publikum vorsang. Das Video findet ihr auch auf unserer Facebookseite.

eingestellt von: Markus Herrmann
© Foto: Stefan Ball

10.05.2019      Wer aus dem Gleichgewicht gerät muss einfach tanzen

Auch Spanien sendet die Botschaft: Jeder soll so sein, wie er will. Doch kein erhobener Zeigefinger, keine eingeblendeten Schlagworte, sondern gute Laune. Alles beginnt in einem Puppenhaus mit sechs Zimmern, das überdimensional auf der Bühne aufgebaut ist. Die einzelnen Zimmer sind spärlich eingerichtet. In einem Zimmer befindet sich Miki.

Der Hintergrund wechselt seine Farben und schließlich kommt Miki die Treppe herunter und tanzt. Dann explodieren Farbflecken und werden zu einem bunten Feuerwerk. Ein Roboter bringt das Puppenhaus aus der Horizontalen und stemmt es etwa 45 Grad hoch. Das Leben ist aus dem Gleichgewicht und kommt dann doch wieder ins Lot, als der Mensch zu sich gefunden hat. Farbige Fingerabdrücke und eine ausgelassener Tanz von Miki und den Tänzern beenden den Auftritt. 

Text: Lothar Zimmermann
 

eingestellt von: Biggi Müller
© Foto: EBU

10.05.2019      Frankreich: Jeder darf so sein, wie er ist

Mit Spannung erwartet wurde der Auftritt von Frankreich. Bilal Hassanis Song ist ein Plädoyer für Toleranz, besser Akzeptanz. Alles beginnt mit einem in Gold getauchten Kopf von Bilal Hassani, der mehr an eine Gottheit erinnert, als einen Roi-König. Der „König“ beginnt zu weinen. In diesem Moment erscheint Bilal Hassini auf der Bühne, im weißem Anzug und mit langen blonden Haaren. Projektionen von Schriftzügen, Slogans im Hintergrund wie „People judge me on a picture“.

Eine übergewichtige Tänzerin kommt hinzu, im Hintergrund wird sie in schwarz-weiß beim Training projiziert. Sie tanzt in einem Ballettsaal. Ihr hat man gesagt, sie könne nie tanzen. Im Anschluss kommt eine taubstumme Frau mit asiatischem Aussehen. Die Botschaft ist klar: Jeder darf sein, wer und was er will. Eine fast religiöse Inszenierung. Das Problem: Der Zuschauer kann die vielen Inhalte kaum aufnehmen.

Wer diesen Song zum ersten Mal sieht, ist von der Informationsflut überfordert. Ein Auftritt, der mit Sicherheit polarisieren und zu Diskussionen führen wird. Ganz zum Schluss sieht man ein Bild aus der Kindheit des Künstlers, der wegen seiner Homosexualität und marokkanischen Herkunft gemobbt und bedroht worden ist.

Text: Lothar Zimmermann

eingestellt von: Biggi Müller
© Foto: EBU

10.05.2019      Musical meets Eurovision

Kobi Marimi steht auf der Bühne in einem schwarzen Outfit, wirkt irgendwie pastoral. Schwarz gekleidet und mit Fliege, die weiß umrandet ist. Er singt mit viel Gefühl meist alleine, zeitweise wird er von vier Background Sängern unterstützt. Auf überdimensionalen Spiegelsplittern werden Projektionen gezeigt, unter anderem von Kobi Marimis Gesicht.

Eine Ballade, die aus einem Andrew Lloyd Webber Musical wie dem Phantom der Oper stammen könnte. Stimmlich sicher und präsent - Kobi Marimi nimmt direkten Kontakt mit dem Zuschauer auf. Als schließlich Goldregen auf den Künstler herunterrieselt, gibt es im Pressezentrum kräftigen Applaus. „Home“ geht ins Ohr.

Text: Lothar Zimmermann

eingestellt von: Biggi Müller
© Foto: EBU

10.05.2019      Pressekonferenz Österreich: Blaue Welle?


Paenda, die steirische Sängerin mit den auffallend blau gefärbten Haaren, ist eine wahre Allrounderin. Denn die diplomierte Musikerin singe nicht nur ihre eigens geschriebenen Lieder, sie produziere diese auch selbst und habe bereits zwei Alben veröffentlicht. Zudem stamme sie aus einer musikalischen Familie, wurde durch ihre Mutter, einer Tanzlehrerin gefördert und ihre Schwester singe in ihrem Background und spiele Instrumente. Nach dem Jazzstudium wechselte Paenda das Genre und schreibe und singe nun hauptsächlich Elektropop-Songs.

Ein Journalist wollte wissen, ob ihre blauen Haare hier in Tel Aviv bereits Nachahmer gefunden hätten, denn auf der Busfahrt sei ihm aufgefallen, dass sich zahlreiche blau gefärbten Köpfe um ihn befanden. Paenda lachte und sagte, dass ihr auch schon die Vielzahl an bunt gefärbten Köpfen aufgefallen sei, sie aber bereits ihre Haare mit einem ungewöhnlichen Blau färbte, als es offensichtlich noch nicht Mode war.
 

eingestellt von: Markus Herrmann
© Foto: Stefan Ball

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