Eurovision Song Contest
2008
Forum Belgrad
Schweiz 1956

Lys Assia
"Das alte Karussel"
 
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ESC 2019 Finale PostTed:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Italien
4. Norwegen
5. Schweden
Stand: 29.07. 20:59
Wertungen: 57
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Top5 ESC 2019 Predict:
1. Niederlande
2. Schweiz
3. Australien
4. Island
5. Russland
Stand: 18.05. 19:44
Wertungen: 38
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ESC 2019 1.Semi PostTED:
1. Australien
2. Tschechien
3. Estland
4. Slowenien
5. Serbien
Stand: 29.07. 21:31
Wertungen: 55
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ESC 2019 2.Semi PostTED:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Schweden
4. Norwegen
5. Aserbaidschan
Stand: 29.07. 21:46
Wertungen: 53
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ESC 2019 PreTED:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Italien
4. Norwegen
5. Schweden
Stand: 18.05. 20:23
Wertungen: 142
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Im Forum Belgrad berichten einige OGAE Mitglieder von ihren Eindrücken vor Ort aus Belgrad.
Wir haben hierbei keine genauen Regeln, sondern jeder berichtet über das, was er für erwähnenswert hält und wann er gerade Zeit und Gelegenheit hat, etwas zu schreiben.


Weitere Bilder findet ihr im Album Belgrad


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20.05.2008 10:07 Reinhard Ehret
Kurzrueckblick auf die erste Abendshow

Gestern kam es in der 2. Semifinal-Generalprobe zur ersten abendlichen Veranstaltung, insofern knisterte es etwas mehr. Frank kann ich in allen Punkten zustimmen, wobei es aus meiner Sicht auch einige gibt, die sich in ihrem Auftritt stimmlich gegenueber dem Nachmittag eher etwas verschlechtert hatten. So musste man von Hind, der Hollaenderin, leicht enttaeuscht sein, dagegen konnte sich die Griechin stabilisieren und hatte etwas laenger Luft.

Bis auf die kurzen Aussetzer hat die Technik diesmal geklappt - die Zuspieler waren pannenfrei und konnten diesmal auch mit Ton in die Halle uebertragen werden. Auch die Hallenakustik war etwas besser. Wir sind alle zuversichtlich auf das erste Semifinale heute Abend.

Und hier wuselt nun fleissig diese voellig eigene Grand-Prix-Welt umher... ueberall dudelt im "Sava Centar" irgendwoher ein ESC-Lied. Im Moment spielt gerade einer fortwaehrend "Vodka" ab. Alle Besucher aus fern und nah haben ihre eigenen Tipps und jeder weiss es natuerlich ganz genau, wer weiterkommt und wer definitiv haengenbleiben wird. Ein Trost wird dabei wieder sein, dass dann doch wieder alles anders kommt.

Uebrigens wird man Zeljko Joksimovic nachher irgendwie beibringen muessen, dass er doch lieber beim Singen und Komponieren bleiben soll.

An alle daheim herzliche Gruesse und einen unterhaltsamen und spannenden Semifinalabend!
Reinhard



20.05.2008 10:01 klaus Woryna
Am Abend in der Stadt

Gestern abend fand der portugiesische Empfang statt. Vania brillierte mit mehreren Darbietungen portugiesischer ESC-Hits, auch ihre Backgroundsaenger praesentierten Porugal's Best at ESC. Zusammen mit den Backgroundsaengerinnen von Frau Serifovic begeisterte Vania zudem mit einer serbischen Version von "Senhora do mar".

Eine andere Art der Promotion betrieb Georgien. Die arme Diana wurde dabei, selber mit hohen, sicherlich unbequemen Stoeckelschuhen versehen, durch die Haupt-Strassen der Belgrader Fussgaengerzone gezogen, begleitet von ca. 50 Personen, die trommelten, alle mit den georgischen Farben im Gesicht. Alle 50 Meter hielt der Tross und untermalt von Trommelwirbeln schrieen und sangen sie "Peace will come" auf englisch, serbisch und anderen Sprachen. Die Belgrader reagierten von sprachlos bis hin zu amuesiert. Diana konnte einem wirklich leid tun, aber vielleicht bringt das dann die entscheidenden Punkte.





20.05.2008 01:53 Roland Berger
Ein paar Stichworte zur 2. Generalprobe

Am Abend fand die 2. Generalprobe vor leerer Kulisse statt. Die Halle war zu ca. 10% belegt. Die Stimmung in der Halle war trotzdem fröhlich und ausgelassen.

Die einzelnen Auftritte waren im Grunde analog zum Nachmittag. Wobei die meisten Künstler qualitativ noch etwas zulegten und durchweg perfekte Auftritte darboten. Negative Ausreißer hinsichtlich der Auftritte gab es nicht.

Nur die Technik spielte noch nicht ganz mit. Bei Estland war ein Mikrofon eines Sängers am Anfang nicht frei geschaltet und bei Dima Bilan gab es ein größeres Problem mit einer Kamera, so dass er seinen Auftritt abbrechen musste und nach eine kurzen Pause noch einmal neu beginnen durfte. Dima nahm das sehr gelassen hin.

Apropos Kamera. Die Kameraführung ist deutlich angenehmer wie letztes Jahr. Eine schwebende Hallenkamera wie im Vorjahr, die im Höllentempo kreuz und quer durch die Halle fuhr, fehlt. Lediglich eine kleine Deckenkamera ist für die Bühnenansicht aus der Vogelperspektive installiert. Die meisten Aufnahmen werden über 2 Krankameras, die an beiden Seiten der Bühne positioniert sind produziert.
Dadurch sind die Bildübergänge oft weicher und die Kamera fährt nicht ganz so wild vom einen zum anderen Ende der Bühne. Zudem wird das Tempo der einzelnen Songs bei der Kameraführung besser berücksichtigt. Langsamere Lieder werden nicht ganz so abrupt geschnitten, bei schnelleren Songs gibt dann wieder mehr Bewegung und Bildschnitte.

Am Dienstagnachmittag gibt es die letzte Generalprobe, die mehr zum letzten technischen Check und zum Einsingen der Künstler dient bevor es dann um 21:00 Uhr zum ersten Semifinale kommt.




19.05.2008 19:02 klaus Woryna
erste Probe fuer das erste Semifinale

Hallo aus Belgrad auch von mir und natuerlich auch von mir eine rein subjektive Wertung des Geschehens.

Das Intro besteht aus getanzten Eurovisionshits, begleitet und musikalisch untermalt von einer Swing-Big-Band. Hier scheiden sich die Geister, jedenfalls aber der erste Anlass, den gekuehlten Prosecco zu leeren, denn Lachen tut sehr gut.

Montenegro besteht aus einer einfachen Choreographie, wobei der Saenger sehr sicher wirkt und stimmlich aus meiner Sicht makellos blieb. Ein sauberer, wenn auch nicht vom Tisch reissender Opener.

Israel ist wohl perfekt in Szene gesetzt, denn Boaz singt zunaechst auf der voellig abgedunkelten Buehne im Hintergrund, um dann langsam nach vorne zu treten, waehrend der Song sich steigert. Muskelshirt und Blendaxlaecheln verzaubern sicherlich viele.

Estland erscheint als Klamauknummer, aber die drei Protagonisten standen sehr selbstsicher auf der Buehne und freuten sich sichtlich. Schwungvoll und bunt, aber ob das reichen wird...

Der moldawische Auftritt kann mit dem aus der Vorentscheidung nicht verglichen werden. Geta haelt, barfuss auf einem weissen Sofa sitzend und dann stehend, einen grossen, lieben Teddybaer im Arm. Ob der Teddy sie schon jetzt troesten soll, entzieht sich der Kenntnis aller.

San Marino: ein ruhiger, unauffaelliger Auftritt, aber stimmlich sauber und gefaellig dargeboten.

Bei den Belgiern laechelt die Halle, denn wohl jeder schnippt im Rhythmus mit. Ein rot-weisses Kleid der Saengerin, dazu ein keckes Wackeln mit der Huefte - das kommt sehr sympathisch und echt.

Aserbaidschan nutzt alles, was eine Buehne hergeben kann. Kreischende Stimmen (auf gekonntem Niveau), ein Folterstuhl, Pyrotechnik, Engelsfluegel - dieser Auftritt wird in die ESC-Geschichte eingehen, ob Kult oder hohe Kunst, das wird sicherlich bald hier heftig diskutiert werden.

Slowenien hat es sehr schwer, nach dem Newcomer aus Aserbeidschan zu ueberzeugen. Motorradhelme, dazu ein illuminierter Kaefig, grelle Kostueme ergeben das Bild einer abgefahrenen Nummer, die sicher ihre Fans finden wird. Allerdings muss Rebeka noch an ihrer Treffsicherheit arbeiten, dann wird es auch mit der Melodie klappen.

Wohltuend ruhig und unspektakulaer erscheint die in fabelhaftes Blau gewandete norwegische Maria mit ihren Damen. Sie erntete grossen Applaus. Aber Norwegen gilt ja schon lange als ein Geheimfavorit.

Polen: Isis ist mit ihrem perfekten Laecheln, der durchgehenden (im wahrsten Sinne des Wortes - das wird auch das Publikum wahrnehmen) Solarienbraeune eine sicherlich fuer den einen oder anderen Zuschauer hoechst begehrenswerte Frau. Ach ja, sie singt auch; nicht alle Toene kamen in der richtigen Staerke und Tonlage, aber es ist ja noch Zeit.

Irland: zugegebenermassen erzeugt der Truthahn immer noch Gelaechter, auch wenn der Auftritt etwas ueberladen wirkt und fast zu viel auf der Buehne geschieht, dass der Truthahn hinter halbnackten befederten Taenzern und aufgetakelten Primadonnen verschwindet. Der Text des Liedes war in der Halle kaum zu verstehen.

Gisela aus Andorra wurde in ein wenig vorteilhaftes Gold gesteckt und hielt ihre Stimme noch sehr zurueck. Der Song ist einfach zu catchy, als dass hier keine Begeisterung in der Halle aufkaeme. Offensichtlich hat Gisela die erste Probe noch mit angezogener Handbremse absolviert.

Der bosnische Auftritt wird die deutsche Hausfrau erfreuen. Wann gab es je eine Waescheleine auf einer ESC-Buehne, auf die Unterwaesche gehaengt wird, begleitet von dem Gesang strickender Braeute. Sehr grosser Applaus in der Halle, da Laka in der Tat spritzig und energetisch agiert.

Eine perfekte, interessante und einfallsreiche Choreographie untermalt die schon in der ersten Probe sehr sichere Sirusho aus Armenien. Ein geschickt gewaehltes weiss-graues Kleidchen, dazu harmonisch abgestimmte Tanzbewegungen - hier wird ein Finaleinzug sicher sein.

Hind aus den Niederlanden kann ebenfalls ueberzeugen, da bei ihrem Auftritt ob der taenzerischen und stimmlichen Leistung der Funke ueberspingt. Allerdings ist es sehr schwierig, sich nach der starken armenischen Leistung abzuheben.

Die finnischen Jungs rocken sich das Herz aus dem Leib. Pyrotechnik vom Feinsten. Wer diese Art von Musik mag, wird begeistert sein.

Rumaenien praesentiert danach den stilistischen Kontrapunkt. Ergreifend kraftvoll schmettern beide Saenger ihre Ballade, er in Jeans und Sakko, sie im dunklen Abendkleid.

Dima Bilan's Auftritt wird man lieben oder veraechtlich als Kitsch und ueberladen bezeichnen. Jewgeni Pluschenko darf Pirouetten drehen, ein Geiger fiedelt sich auf der Eisflaeche einen ab, waehrend sich Dima barfuessig am Boden waelzt und theatralisch inszeniert.

Kalomira praesentiert eine typische griechische Tanznummer, durchsteigt dann ein aufklappbares Herz und wirbelt ueber die Buehne. Im Semifinale wird sie sicherlich vollends aus sich herausgehen, denn heute beliess sie es zunaechst bei einer noch gedaempften Version des Auftritts.

Ueberschattet wurde die Probe von grossen technischen Problemen, die aber ebenso wie die eine oder andere Unsicherheit bei einigen Auftritten in den naechsten beiden Probendurchlaeufen ueberwunden werden wird.




19.05.2008 18:46 Frank Albers
Franks Blick auf die erste Probe des Semifinals

Die erste Probe ist durch, die Beobachter dieses ersten Durchgangs stroemen wieder hinaus in die drueckende Hitze Belgards. Auf dem Weg zurueck zum Pressezentrum hoert man (wie sollte es anders zu erwarten sein) die wiederspruechlichsten Diskussionen und Meinungen. Einig war man sich nur bei der positiven Bewertung des farbenfrohen und sehr witzigen Intros, bei der eine serbische Blaskapelle Grand Prix Klassiker spielt.

Allerdings war so mancher von Muedigkeit ueberfallende Kollege bereits nach Moldawien sanft entschlummert (Hitze und Party noch im Kopf und in den Beinen), um dann aber spaetestens bei Aserbaidschan wieder senkrecht im Stuhl zu sitzen.

Nachdem Montenegro als Opener wiederstandslos verhallt und wohl nur wenige deutsche Zapper am Bildschirm halten wird, ist der Auftritt Israels ein erster optischer und musikalischer Hoehepunkt, der mit viel Applaus bedacht wurde. Estland erzeugt eher Kopfschuetteln und wirkt auf der grossen Buehne auch recht verloren. Bei Moldawien kommt dann die grosse Ruhe udn Schwere ueber die Halle. Obwohl Geta auf einem weissen Sofa sitzend sehr gut singt, springt kein Funke aufs Publikum ueber.

Die Jungs aus San Marino bringen erstmals Stimmung unters Hallenvolk. Sie sehen sehr drollig aus, singen gut und koennten ein wenig die Rolle Andorras vom Vorjahr einnehmen: Sehr sympathisch, dynamisch und musikalisch spannend aber fuers Finale fehlt dann doch noch ein Stueck.

Mit Ishtar aus Belgien wird es dann richtig froehlich. Lustige Schwarz-Weiss-Grafiken fliegen ueber die Buehne und die Saengerin sieht in ihrem roten Kleid aus wie ein quietschvergnuegter Fliegenpilz. Belgien koennte hier moeglicherweise die ganz grosse Ueberraschung werden.

Aserbaidschan ist dann natuerlich ein absoluter Knaller, im wahrsten Sinne. Es donnert und kracht, ein optisches Feuerwerk jagt das naechste, so dass nun wirklich jeder wach ist und vermutlich wird genau das das Erfolgsgeheimnis von Elnur & Samir werden, denn diesen Auftritt vergisst keiner.

Slowenien singt und tanzt ein wenig, geht ansonsten aber leider vollkommen unter, gerade nach dem bombastischen Auftritt der Aserbaidschaner. Im Gegensatz zu Slowenien wirken Maria aus Norwegen und Isis aus Polen sehr praesent und stimmgewaltig. Eigentlich muessten beide den Weg ins Finale finden, sollten sie sich nicht gegenseitig die Punkte nehmen.

Irland ist dann natuerlich nochmal ein weiterer akustischer Knaller, der in der Halle allerdings wenig Resonanz fand.

Andorras Auftritt war etwas bizarr bzw. eher ihre Frisur war es. Explodierter Struwwelpeter-Look mit Sternchenhut (eine wenig motivierte Miniausgabe von Verkas Sternenkappe). Der Titel wird zunehmend nervend, aber das interessiert ja am Dienstag niemanden.

Bei Bosnien tobte die Halle erstmals richtig. Laka ist hier in Serbien sehr populaer und die Show mit den Brauten und der frischen Waesche sehr gut und aussergewoehnlich. Das koennte was werden. Nicht der Sieg aber eine durchaus gute Platzierung.

Sirusho hatte heute nicht ihren besten Tag und hustete sich mehr durch die Probe als das sie sang. Mit anderen Worten: Sie hatte sich stimmlich sehr zurueckgenommen. Daher ist hier wenig mehr zu sagen und es gilt die naechste Probe abzuwarten.

Sollte Armenien stimmlich schwach bleiben koennte davon Hind aus den Niederlanden profitieren, die niemand so richtig auf der Rechnung hat. Sie legte aber einen sehr guten Auftitt hin und der starke Rhyhmus des Liedes kam in der Halle sehr gut rueber.

Und dann war es mal wieder an Finnland, die Zuschauer ins Leben zurueckzuholen. Entweder werden die am Dienstag vor Schreck oder vor Begeisterung zusammenzucken. Zucken werden sie auf jeden Fall - aber ob sie anrufen? Zumindest gibt es mal wieder reichlich Feuer, Boeller und Rauch.

Die drei Favoriten dieses Semis draengeln sich dann am Ende. Rumaenien stimmsicher (beide!) und auch der Auftritt wird Zuschauer mit einem eher klassisch-konservativen Musikgeschmack sicher ueberzeugen eventuell sogar begeistern.

Russland bietet bekanntlich alles auf, um an den Sieg zu kommen. Barfuss im weissen Anzug rekelt sich Dima ueber die Buehne, umkurvt vom Schlittschuhlauf-Olympiasieger. Das wird genug Stimmen zum Finaleinzug (und vermutlich mehr) bringen.

Zum Schluss dann noch Griechenland, auch mit einer sehr ueppigen Inszenierung. Anfangs haengt sie wie gekreuzigt an einem grossen Gestell, dann klappen die Taenzer ein riesiges Poesiealbum auf, aus dem ein Herz erwaechst durch das Kalomira dann behende klettert. Ein wenig gesungen wird auch und vermutlich wird das dann fuers sogar Finale reichen.

Schwierig koennte fuer die Griechen werden, dass vor ihnen noch eine Werbepause gesetzt wird (warum auch immer vorm letzten Titel). Gleiches gilt fuer Aserbaidschan, die die erste Werbepause vor der Nase haben.

Insgesamt betrachtet ist dieses Semi verglichen mit dem 2. Semi wenig aufregend, wozu leider auch die recht monotone Moderation beitraegt. Witzig und unterhaltend sind hingegen die kleinen Zwischenfilme.

Zudem praegten heftige Pannen und Tonprobleme diese Probe, die mehrmals unterbrochen werden musste. So stark hatte man das bisher noch bei kaum einer Probe in den letzten Jahren erlebt. Aber noch gibt es ja genug Moeglichkeiten diese Probleme und Sorgen zu beheben.

Dobro vece aus Beograd
Euer
Frank






19.05.2008 18:17 Reinhard Ehret
Erste Generalprobe mit Pannen

Ueberraschend viele technische Unzulaenglichkeiten gab es bei der ersten von drei Generalproben fuers Semifinale 1 (heute ab 15.00 Uhr). Zunaechst begann das "Dress Rehearsal" ein Viertelstuendchen spaeter, dann klappten viele Zuspieler und Einblendungen nicht, so dass zwischendurch sogar einmal abgebrochen werden musste. Die Akustik in der Halle ist sehr maessig und der die Probe war insgesamt sehr spaerlich besucht. Schaetzungsweise waren die Raenge nur zu einem Zehntel gefuellt. Es ist deshalb kaum sinnvoll, die Publikumsreaktion zu beachten oder gar einzuordnen, weil es einige hartnaeckige Fangruppen einzelner Kuenstler gab, einige Akkreditierte und einige Einheimische - also alles recht ueberschaubar. Das Parkett war ueberhaupt nur in den vorderen Reihen besetzt - der Rest gaehnte vor Leere.

Ich fand Andorra ueberraschend schlecht. Soweit man das bei der droehnenden Hallenakustik beurteilen kann, war das ein etwas schraeges Gesinge, an dem man noch deutlich arbeiten muss. Und das kaeferhafte Outfit koennte man eher als laecherlich bezeichnen. Das erste Halbfinale beginnt fuer mein Dafuerhalten so richtig erst mit Belgien. Das war ein souveraener, sicherer Auftritt, liebenswert und beschwingt - ganz so wie mans erwartet. Die Rumaenen gaben heute schon (fast) alles und fuellten stimmgewaltig die Halle aus. Grossartig! Und die Griechin enttaeuschte aus meiner Sicht schon sehr. Die von so vielen Hochgehandelte tobt sich bei ihrem Auftritt dermassen aus, dass ihr am Ende die Luft zum Singen fehlt. Aergerlich.

Den russischen Auftritt halte ich zwar fuer ueberschaetzt, aber man muss zugeben, dass Dima das ganze souveraen macht. Vor allem das Intro wurde von der Bildfuehrung und -regie her sehr imposant inszeniert: Dima liegt auf der Buehne und wird auch von "ganz oben" aufgenommen. Ein gutes Bild.

Die Besucher der Veranstaltung wurden um 17 Uhr recht unsanft zum Gehen aufgefordert; ziemlich frech, zumal noch Zwischenmoderationen und Interval Acts geuebt wurden. Naja, vielleicht sieht man heute abend mehr. Insgesamt muss man sagen, dass die Bildregie nicht immer eine glueckliche ist. Der Israeli hat ein tolles Intro mit einer sehr geraeumigen Totalen, aber ansonsten fliegt die Kamera mal wieder heftig umher, wie man es aus dem schwedischen Melodiefestival gewoehnt ist. Insofern wirkt es wenig inspiriert und kaum innovativ. Ich bin gespannt, wie die Optimierungen im technischen Ablauf den Gesamteindruck heute Abend verbessern werden. Freuen darf man sich aber jetzt schon auf eine tolle Buehne, die sich immer wieder in sehr unterschiedliche Outfits verwandelt und sogar hoechst unterschiedliche Perspektiven suggeriert. Das ist wirklich, wie man heutzutage gern sagt, "grosses Kino".

Ueber Irland sag ich aber lieber nichts.

Gruesse aus Belgrad und bis bald.
Reinhard



19.05.2008 14:23 Frank Albers
Franks Morgenreport 4 - 19. Mai 2008

Die Einzelproben sind durch, alle Auftritte trainiert, vorgefuehrt und der Bewertung ausgesetzt. Auch das Kommentieren, Diskutieren und Praesentieren hat nun zunaechst ein Ende, denn auch die Pressekonferenzen ruhen bis zum Dienstagabend, wenn die ersten 10 gluecklichen Halbfinalisten ihren Finaleinzug feiern werden.

Bis dahin verlagert sich das Geschehen vom Pressezentrum in die 1 km entfernte Belgrad Arena, wo um 15 Uhr die erste von drei Generalproben des ersten Halbfinals beginnen wird.

Offiziell eroeffnet wurde des ESC 2008 gestern Abend durch Svante Stockselius und den Burgermeister Belgrads mit einem grossen Empfang im "Palast Serbiens", einem prachtvollen neorealistischen Repraesentationsbau des untergegangenen Jugoslawiens. Alles was an Saengern diesem Contest beiwohnt war vertreten und alles was von sich selber glaubt auch schoen und wichtig zu sein, durfte natuerlich auch nicht fehlen. Und so war es kein Wunder, dass es Frau Verka S. war, die die meisten Fernsehkameras und Fotografen in ihrem Schlepptau hatte. Fuer Saenger wie Paolo Meneguzzi hatte das den Vorteil auch mal einen Moment ungestoert am Buffet stehen zu koennen.

Mangels anderer Beschaeftigungen (keine Einzelproben, keine Pressekonferenzen) wenden sich die Nutzer des Pressezentrums inzwischen einer weiteren Leidenschaft zu: den Prognosen!
Der aktuelle Stand der Vorhersagen am offiziellen Stand fuer Tipps und Vorhersagen (den gibt es hier tatsaechlich!!) sieht Griechenland vor Russland, Norwegen, Israel, Rumaenien und Irland.
Nun denn, dies wird sich sicher nach den Generalproben noch mehrmals verschieben.

Ansonsten wurde Belgrad gestern von einem extremen Hagelsturm heimgesucht, der die halbe Altstadt unter Wasser setzte. Heute liegt wieder extrem drueckende Hitze ueber der Stadt. So mancher Interpret, Journalist und Fan ist bereits von heftigem Sonnenbrand gezeichnet. Aber die Maskenbildner leisten hervorragende Arbeit.

Wie gewohnt zum Schluss eine Einschaetzung eines Belgrader Taxifahrers, heute zum Abschneiden des eigenen, serbischen Beitrags: Ein wunderschoenes Lied, zu schoen eigentlich und daher sicherlich kein Sieger.

Dobar dan aus Beograd
Euer

Frank



18.05.2008 18:48 Christian Weiss
Spanien

Die Spanier proben gerade .. witzig wie eh - allerdings ist die Bühne heute zu rot, da fällt die Dame in rosa leide nicht so auf


Wusstet ihr eigentlich, dass das Licht aus Deutschland kommt ;-) Somit gewinnt D ja doch;-)



18.05.2008 17:56 Christian Weiss
Das UK, Deutschland & Frankreich

Das UK

Hier ist eigentlich alles richtig gemacht worden. Die Bühne wirkt sehr schön, auch über Bildschirm; Andy singt jeden Durchgang völlig fehlerfrei und auch die sparsam eingesetzte Pyro wirkt keinesfalls störend.

Deutschland

Nun, es war in der Tat viel besser als gestern. Die Pyros sind zwar nicht "sparsam" eingesetzt, aber auch nicht mehr so übertrieben und die Mädels (heute nur 3, eine ist wohl krank??!!) singen immer noch sehr gut.
Rein objektiv betrachtet, kann man aber mit dem Einsatz der drei Schichten Tüchern nicht ganz zufrieden sein. Das oberste und längste Tuch dient zum sich "Einwickeln" am Anfang, was sie aber fast "ängstlich" wirken lässt, was sie nicht tun sollten. Der Effekt, der erzielt werden sollte, wenn sie diese Tücher von sich schmeißen, verpufft völlig - Wolfgang ging sogar noch bei der zweiten Reprise davon aus, dass die die immer noch an hätten.
Das nächste Problem ist der Hintergrund. Entweder sind die Mädels nicht richtig ausgeleuchtet oder oder man steht falsch - keine Ahnung - auf jeden Fall setzen sie sich nicht richtig vom Hintergrund ab - außerdem gehören die Federn nicht zum schönsten Hintergrund, den wir die letzte Woche über gesehen haben.

Alles in Allem ist noch viel Arbeit nötig - insbesondere weil eine der Damen gefehlt hat... ???!!! Was hat die Gute, dass die nicht einmal ihren Tüchertanz ausprobieren kann?

Frankreich

How bizarre - how bizarre...

Den Leuten in der Halle hat's sehr gut gefallen, zumindest haben die alle getobt.
Ich persönlich kann damit gar nichts anfangen. Er selbst sieht wenig vorteilhaft über den Bildschirm aus und die Bühne selbst ist auch nicht schön: Kitschfaktor hoch 10.
Angeblich ist Sebastien diese Woche als einziger der diesjährigen Künstler in die serbischen Top 20 eingestiegen - hm ... ich muss nicht alles verstehen. Aber wenn Frankreich gut abschneiden würde, würde ich mich natürlich sehr freuen...



18.05.2008 17:41 Christian Weiss
Malta, Zypern, Mazedonien & Protugal

Ui, wir sind fast durch

Malta

An der Performance von Malta ist in diesem Jahr nicht viel auszusetzen. Es wirkt sehr schön über den Bildschirm und Morena singt in der Tat ganz ordentlich.
Ob die Europäer das Kalkül mit dem osteuropäischen Lustgetränk durchschauen,und zwecks der Anbiederung an Russland nicht dafür anrufen, kann man zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen... es wird auf jeden Fall kein Freiflug ins Finale

Zypern

Was war ich geschockt, als dieses Lied die VE gewonnen hat. Es wirkte wie 5 Lieder zum Preis von einem, nur war keins der 5 wirklich der Brüller.
Aber auf der Bühne von Belgrad wirkt der zypriotische Burschenchor doch richtig gut. Ich fühlte mich 20 Minuten gut unterhalten und auch die dritte Reprise machte immer noch Spaß - keine schlechte Voraussetungen für einen Einzug ins Finale.


Mazedonien

Milanka hat die aufwendig konstruierte Wand mit den beiden Sängern gar nicht gefallen - deswegen musste sie weg. Das ist auch gut so, denn nun ist der Auftritt vor sphärischem blauen Hintergrund sehr stilvoll. Tamara hatte heute auch ihre Stimme gut im Griff, so dass ein Einzug ins Finale nicht nur möglich ist.

Portugal

Wenn ich nicht wüsste, dass Portugal diesen Wettbewerb nie gewinnen kann, würde ich mein Vermögen auf dieses Lied setzen. Was für ein Auftritt. Senhora do mar ist das Paradebeispiel dafür, dass ein gutes Lied vor jedem Hintergrund wirk, wenn's nur souverän interpretiert wird. Und das machen sie auf eindrucksvolle Weise. Das Seegras ist verschwunden, jetzt gibt's passende Meereswellen, aber das ist wirklich nebensächlich.
Radek kam nach dem letzten Durchgang auf mich zu gelaufen und meinte: "This performance has transformed my inner self, has made me to a new person!" Naja, so hätte ich es jetzt nicht gesagt, aber ich war und bin auch begeistert.

Der Beifall wollte schier nicht enden - es war in der Tat der größte Beispiel, den ein Lied diese Woche erhalten hat.


Meine Favoriten jetzt also: Spanien und Portugal sowie die Ukraine und Schweden.

Und wer kommt weiter?
Diese Frage ist in diesem Semi wirklich nur schwer zu beantworten:

Tipp:
Island
Schweden
die Ukraine
die Schweiz (hoffentlich)
Weißrussland
Lettland
Bulgarien
Zypern
Mazedonien
Portugal

(Kroatien und Ungarn sind auf jeden Fall noch im Spiel, aber dafür muss man mal den Durchlauf abwarten)


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