Eurovision Song Contest
2019
Forum Tel Aviv
Österreich 1966
Platz 1
Udo Jürgens
"Merci cherie"
 
 Eurovision Song Contest 
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  Ergebnis   Teilnehmer   Live aus Tel Aviv
 

OGAE - Termine
Eurovision Camp 02.08.2019
Prix de Surprise Rhein/Ruhr 17.08.2019
Eurovision Cruise 31.08.2019
Spree Grand Prix 19.10.2019
Grand Prix sur le Main 25.10.2019
OGAE-Clubtreffen München 25.01.2020

ESC 2019 Finale PostTed:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Italien
4. Norwegen
5. Australien
Stand: 12.07. 10:02
Wertungen: 56
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Top5 ESC 2019 Predict:
1. Niederlande
2. Schweiz
3. Australien
4. Island
5. Russland
Stand: 18.05. 19:44
Wertungen: 38
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ESC 2019 1.Semi PostTED:
1. Australien
2. Tschechien
3. Slowenien
4. Estland
5. Serbien
Stand: 09.07. 13:52
Wertungen: 54
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ESC 2019 2.Semi PostTED:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Schweden
4. Norwegen
5. Aserbaidschan
Stand: 09.07. 13:50
Wertungen: 52
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ESC 2019 PreTED:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Italien
4. Norwegen
5. Schweden
Stand: 18.05. 20:23
Wertungen: 142
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Im Forum Tel Aviv berichten einige OGAE Mitglieder von ihren Eindrücken vor Ort aus Tel Aviv.


Alle Videos findet ihr auch im Video-Blog Tel Aviv


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05.05.2019      Was so alles in einem Überzieher stecken kann

Traditionell gehört Griechenlands Beitrag stets zu den mit Versessenheit bis ins kleinste Detail ausgeklügelten Inszenierungen. Auch 2019 wird keine Ausnahme gemacht. Katerine Duska steht zunächst in ihrem weißen, uniformartig geschnittenen Kleid mit Schulterapplikationen vor einem lachsfarbenen Überzieher begleitet von ihren Tänzerinnen und Backgroundsängerinnen, ihrerseits in luftigen zitronengelben Tücherkleidern.

Zwei ihrer Damen spielen dazu immer wieder mit ihren Floretten herum, am Boden erscheinen adrette Blumenornamente, eine weiße Kugel wird geworfen, ein Bändchen, bekannt aus der rhythmischen Sportgymnastik, flattert und dann öffnet sich der Überzieher und offenbart ein blumiges Innenleben. Mal sehen, ob die Vermutung der Beobachter, dass nur mit der Liebe erkannt wird, dass unter jedem Überzieher sich eine zarte Rose, eine duftende Nelke oder auch ein kräftig austreibender Farn verbergen kann, im später angesetzten Meet & Greet bestätigt werden wird.  

Und gesungen hat die griechische Vertreterin auch noch. Die hohen Töne gelangen ihr meistens wirklich gut und mehrheitlich traf sie die Melodie, allerdings schlich sich bei den tieferliegend zu intonierenden Passagen ein verwunderliches Brummen ein, was aber griechische Journalisten als markantes Timbre und ein Zeichen ihrer unverwechselbaren Stimme charakterisierten.

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: EBU

05.05.2019      Portugals Märchen

Fast unbemerkt fand nunmehr auch die Probe Portugals statt. Der avantgardistische Beitrag, der mit den so bizarren Schmuckgestaltungen in der dortigen Vorentscheidung ganz Portugal entzückte, konnte bisher im weiten Rund der Beobachter nicht zünden. In grünen Kleidern mit ebenso grünen Handschuhen und ohne Schmuckutensilien lieferte Conan eine stimmlich saubere und unaufgeregte Probe.

An diesem Beitrag werden sich die Geister scheiden und die hiesigen Prognosen reichen von einem sicheren Finaleinzug bis zu einem sicheren letzten Platz. In Portugal hält man indessen ganz große Stücke auf den diesjährigen Beitrag, der am liebsten in die Fußstapfen von Salvador Sobral treten und ein erneutes eurovisionäres portugiesisches Märchen werden solle.
 

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: EBU

05.05.2019      Dunkel oder doch Grün?

Zurück auf die Eurovisionsbühne. Maskulin, charmant und betörend in die Kamera flirtend, absolvierte der höchst konzentrierte Victor Crone die estnische Probe. Alle Kameraführungen sind auf ihn fixiert, viele Close-Ups rücken den smarten Sänger immer wieder in den Fokus, so dass man nur in der Totale merkt, dass er ziemlich alleine auf der großen Bühne steht.

Abseits der optischen Entzückungen, wie es so einige Beobachter beschrieben, sang er bei allen Durchläufen astrein. Die Inszenierung scheint noch nicht entschieden zu sein, denn mal probierte man es mit einer abgedunkelten Bühne, mal mit einem knallgrünen Hintergrund. Auch scheint sich das estnische Team für einige Kamerafahrten noch alle Optionen offenhalten zu wollen.

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: EBU

05.05.2019      Meet & Greet Georgien: Men in Black

Artig saßen die sechs Men in Black (Oto sein Chor) neben der Moderatorin in weiß auf den Barhockern. Einzelne Chormitglieder waren bereits letztes Jahr für Georgien in Lissabon. Die Moderatorin wurde gleich ein bisserl enttäuscht, da die Eurovisionsbühne für Oto nicht die größte Bühne war, auf der er bisher stand, aber immerhin die Schönste.

Vor neun Jahren, mit weniger Gewicht und anderer Frisur, begann Otos Karriere bei einer georgischen Castingshow, also sozusagen seine Fernsehkarriere, die er auch bei ukrainischen Wettbewerben fortführte. Sein Musikstil änderte sich seitdem aber eigentlich nicht, da er sehr vielseitig ist. Gerade erscheint sein zweites Album mit georgischer Rockmusik, obwohl georgisch für Rockmusik eine sehr harte Sprache ist. Das Lied bedeutet sinngemäß „Mache weiter“, was er beispielsweise auch auf seinen Geburtsort bezog; Abwanderung ist in Georgien keine Seltenheit.

Auf die Standardfrage aus heimischen Journalistenreihen, ob er sich angesicht der aktullen Lage in Tel Aviv fühlt, konterte er damit, dass er für die Musik hier ist und sie in glücklich macht. Zum unpolitischen Abschluss bewiesen die Sechs dann ihre Stimmkraft.



eingestellt von: Stefan Ball
© Foto: Stefan Ball

05.05.2019      Dare To Dream

Passend zu dem martialisch anmutenden und doch gegenteilig aufzufassenden Beitrag Islands sei ein kurzer mahnender Zwischenbericht angebracht. Nach übereinstimmenden Berichten der israelischen Medien kommen die maßgeblichen israelischen Kabinettsmitglieder zu eilig einberufenen Sondersitzungen zusammen, da sich die Gewaltspirale weiterdreht und vermehrte Einschüsse in israelischen Gebieten festzustellen sind. Auch hatten radikal eingestellte Gruppierungen angekündigt, dass aus dem Gaza-Streifen just angesichts des Song Contests weiterer Druck mit Waffengewalt ausgeübt werden solle. Bislang ist das eurovisionäre Geschehen hiervon unbeeindruckt und unbeeinträchtigt geblieben.  

Verlässt man das Eurovisionsgelände und taucht in der realen Welt wieder auf bzw. in diese wieder ein, spürt man aus vielen Gesprächen mit Bewohnern, dass „etwas in der Luft“ liegt. Bei aller Faszination für den Song Contest sollen und dürfen daher auch die leider „alltäglichen Sorgen“ der Bewohner nicht außer Acht gelassen werden. Auch das gehört zum Song Contest dazu, bei aller Eurovisionsbegeisterung die Bedürfnisse und Ängste der Menschen anderer Länder nicht außer Acht zu lassen, erst recht, wenn Leib und Leben gefährdet sind..

"Dare To Dream" - wie schön wäre es, wenn nicht nur die eurovisionäre Zeit in Tel Aviv frei von Gewaltexzessen sein könnte.

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: EBU

05.05.2019      Peitschen, Leder und schräge Töne

Gespannt richteten sich alle Augen auf den wohl polarisierendsten Beitrag des diesjährigen Jahrgangs. Island war an der Reihe. Zu Beginn standen Sekunden des Schrecks, denn offensichtlich funktionierte das Mikro nicht. Irritationen pur bei Hatari. Erst ein Messton und Neueinstellungen und Islands Hoffnung konnte loslegen. Aber auch beim zweiten Ansatz war die stimmliche Verzerrung ungewollt eigenartig und derart massiv, so dass erneute Eingriffe der Tonmeister erforderlich wurden.

Dass derartige Malheure auf die Stimmung und den nervlichen Zustand schlagen, verwundert nicht weiter. Sicherlich war es diesen unglücklichen Umständen geschuldet, dass so einige Töne daher mehr als versemmelt wurden und gerade die hochgezogenen Gesangspartien in ein gejammertes Gejaule ausarteten. Aber letztlich besannen sich Hatari auf isländische Gelassenheit, so dass mit jedem Probedurchgang sich die Leistung und das Zusammenwirken der Akteure verbesserte.

Choreographisch mit viel Pyrotechnikeinsatz inszeniert ist vom Lederoutfit, dem ekstatisch lasziven Kriechen auf allen Vieren über die Bühne, einem globusartigen Käfig, Peitschen und vielerlei herausfordernder Posen für wohl jeden Fetisch und Geschmack etwas dabei.
 

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: EBU

05.05.2019      Die Botschaft lautet: Friede und Hoffnung

Eines vorweg: Es ist kein Feuerwehranzug! Eliot lüftete das Geheimnis beim Meet & Greet. Das Outfit stammt von einem belgischen Modedesigner. Er fühle sich wohl auf dieser Bühne, etwas "ganz anderes, als alle Bühnen vorher". Und auch der Song "Wake up" sei nicht alltäglich. Das habe er gewußt, als er ihn zum ersten Mal hörte. Traditionell hat in diesem Jahr wieder der frankophone Sender RTBF die Verantwortung für den ESC und ebenso traditionell kommt der Nominierte aus den Reihen von "The Voice". 

Pierre Demoulin, der Komponist des belgischen Beitrags, hat sofort bemerkt, dass in Eliot ein großes Talent schlummert, das in der Lage ist, die Menschen durch Emotionen zu erreichen. Zwei Tage haben die beiden zusammengesessen und dann wusste Pierre, was er für Eliot komponieren wird. 

"Wake up" passt gut zu dem jungen Belgier und seine Message ist klar: Friede und Hoffnung! Die Botschaft geht besonders an die junge Generation auf der ganzen Welt. "Gemeinsam können wir viel bewegen!"

eingestellt von: Biggi Müller
© Foto: Stefan Ball

05.05.2019      Kate auf der Stange

Australien probte heute als dritter Kandidat. Kate steckte dabei ebenso wie ihre beiden Begleiterinnen auf einer federnden Stange und schwang elegant durch die Hallenlüfte. Dabei noch fehlerfrei singen zu können, erfordert viel Können, Standfestigkeit und vor allem Schwindelfreiheit.

Selbstbewusst dirigierte Kate immer wieder bei ihren Proben und instruierte ihr Team, was noch verbessert werden könne. Schnell merkte man, dass hier ein echter Profi am Werk ist. Stimmlich gab sie natürlich noch nicht alles, aber jeder Ton saß. Von der bemerkenswerten Australierin darf man so einiges für die entscheidenden Shows erwarten. Auch ihr bezauberndes silberweißes Kleid und das märchenhafte Krönchen werden das Ihrige dazu tun, dass man über Australien sprechen wird. Freut Euch auf einen sicherlich erinnerungswürdigen Auftritt.

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: EBU

05.05.2019      Explodierende Schneelandschaften

Auf unserer heutigen Probenreise, die uns von Belgien bis nach San Marino am Abend führen wird, machten die Proben in Georgien bei dem lieben Oto Halt. Statisch stand er mitten auf der Bühne vor Gebirgs- und Schneelandschaften, die dann Feuer fingen, wozu dann der genau ausgerichtete, in einer Reihe stehende Chor nach vorne marschierte.

Oto sparte noch mit seiner Stimme und hatte in den ersten Probedurchgängen hörbare Probleme, sich seinem Chor bis auf den letzten Halbton anzunähern. Gleichwohl gelang dies zusehends besser und so zeigte sich schon vor dem Meet & Greet die georgische Delegation erst einmal zufrieden.

eingestellt von: Klaus Woryna
© Foto: EBU

05.05.2019      Feuerwehrmann in zu großer Jacke

„BE WILD“ steht auf dem Bühnen-Outfit von Eliot. Wild ist aber genau das Gegenteil von dem, was auf die Bühne kommt. In die Jacke mit orangefarbenen Applikationen, die auch bei einem Feuerwehrmann ausgeliehen sein könnte, scheint der 18-jährige Belgier noch hineinwachsen zu müssen. Das er das auch will, den Eindruck macht er indes noch nicht.

Noch wirkt die Präsentation nicht rund, aber da ist noch reichlich Potential nach oben. Die Bühne ist nicht groß und sehr schlicht ausgestattet, das tut dem Song „Wake up“ sehr gut. Einzig die Kameraführung ist bisher noch nicht optimal: für den eher langsamen Song zu viele Schnitte und zu schnell. Große Trommeln werden als Stilelement benutzt. Noch sind Eliot, der Song und die Bühne nicht Eins, aber wenn das kommt, ist „Wake up“ ohne Weiteres im Finale.

eingestellt von: Biggi Müller
© Foto EBU

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